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Protestbrief Dresdner Prominenter gegen Neubau am Neumarkt

Protestbrief Dresdner Prominenter gegen Neubau am Neumarkt

Der Geschäftsbereich Stadtentwicklung der Landeshauptstadt will gemeinsam mit der Gestaltungskommission Kulturhistorisches Zentrum ein Kommunikee zum aktuellen Streit über das KIB-Bauprojekt am Neumarkt verfassen.

Das teilte Stadtsprecherin Nora Jantzen auf DNN-Anfrage mit. Anlass ist ein Offener Brief von 21 Dresdner Persönlichkeiten an den amtierenden Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP). Das Schreiben wurde bereits am 23. November übergeben, so Sebastian Meyer-Stork, Chef der Sächsischen Dampfschiffahrt.

Mit ihm haben unter anderem Prominente wie Ludwig Güttler, Peter Schreier, Friedrich-Wilhelm Junge, Harald Marx, Uwe Tellkamp und Karl-Siegbert Rehberg unterzeichnet. Sie sind gegen den geplanten Neubau zwischen Heinrich-Schütz-Residenz/Köhlerschem Haus und Kulturpalast. Die Debatte um das Projekt erfülle sie mit Besorgnis, heißt es im Brief, "da die in der Städtebaulichen Konzeption von 2002 festgelegten Grundsätze offenbar von der Stadtverwaltung nicht mehr vertreten werden". Darin sei zum Beispiel festgeschrieben, dass alle neugeplanten Gebäude definitiv auf Stufen-, Staffel- sowie Flachdächer verzichten.

"Bedauerlicherweise erfüllt der vorgelegte Entwurf des KIB-Projektes in seiner gestalterischen Qualität die wesentlichen Vorgaben in keiner Weise", heißt es weiter. Die Unterzeichner fordern "moderne Architektur, die sich absichtsvoll zurücknimmt und dem Gesamterscheinungsbild einordnet". Sie appellieren an die Verwaltung, bisherige Beschlüsse einzuhalten.

Dem hält Jantzen entgegen, dass das städtebaulich-gestalterische Konzept keine verbindliche Satzung ist. "Es enthält im Textteil einen Grad der Flexibilisierung, der aufgrund sich ändernder Rahmenbedingungen und deren Anforderungen an sich ändernde Umgriffe von Quartieren erforderlich ist." Will sagen, die Satzung hat Interpretationsspielraum. Die angepasste Umsetzung erfolge immer in Rückkopplung zur Gestaltungskommission, erklärte Jantzen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.12.2011

G. B.

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