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Protest in Dresden-Prohlis gegen Asylunterkunft

Polizeieinsatz Protest in Dresden-Prohlis gegen Asylunterkunft

Die Polizei musste am Montagabend in Prohlis anrücken, um etwa 50 überwiegend alkoholisierte Asylgegner in Schach zu halten. Sie hatten sich zum Protest gegen die Unterbringung von Flüchtlingen nahe der Schule in der Boxberger Straße zusammengefunden.

Quelle: dpa

Dresden. Dresden. Die Polizei musste am Montagabend in Prohlis anrücken, um etwa 60 teils erheblich alkoholisierte Asylgegner in Schach zu halten. Sie hatten sich zum Protest gegen die Unterbringung von Flüchtlingen nahe der Schule in der Boxberger Straße zusammengefunden. Den Plan der Stadt, dort Asylsuchenden Quartier zu geben, lehnen sowohl der Landeselternrat wie auch der Schulelternrat der 89. Grundschule in Dresden ab (DNN berichteten).

Im Ortsbeirat haben deshalb unter anderem Sozialbürgermeisterin Kris Kaufmann sowie die Leiterin des Sozialamtes, Susanne Cordts, zur aktuellen Situation Stellung genommen und waren von aufgebrachten Anwohnern heftig verbal attackiert worden. Polizeibeamte mussten der alkoholisierten Gruppe den Zugang zur Schule verwehren. In der Folge wurde die Stimmung aggressiver, teilte die Polizei mit.

Es kam zu einem Flaschenwurf auf die Beamten, wobei eine Polizistin leicht verletzt wurde. Der Aufforderung den Ort zu verlassen kamen die Personen nur sehr zögerlich nach. Einzelnen Rädelsführern aus der Gruppe wurden Platzverweise erteilt. Laut Polizei kam es in diesem Zusammenhang zu weiteren Flaschenwürfen auf die Beamten, insgesamt mussten fünf Personen in Gewahrsam genommen werden. Im Umfeld der Schule zündeten Unbekannte zudem mehrfach Feuerwerkskörper.
Insgesamt hat die Polizei in vier Fällen Ermittlungen wegen Körperverletzung sowie gefährlicher Körperverletzung aufgenommen. Daneben wurden zwei Anzeigen wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte sowie eine Anzeige wegen Beleidigung erstattet.

Auch im Ortsbeirat Neustadt ging es am Montag um die Unterbringung von Flüchtlingen. Mitte Oktober sollen in der alten Feuerwache an der Katharinenstraße die ersten Asylsuchenden einziehen können. Sollte aus dem Interim eine Dauerlösung werden, müssten zuvor die Ortsbeiräte informiert und die Bürger gefragt werden.

DNN

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Katharinenstraße

Die ehemalige Feuerwache auf der Katharinenstraße in der Dresdner Neustadt wird Unterkunft für Flüchtlinge. Mitte Oktober sollen die ersten Asylbewerber einziehen. Das teilte Ortsamtleiter Andre Barth auf DNN-Anfrage mit. Der genaue Termin steht noch nicht fest.

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