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Protest gegen Nazi-Kundgebung am 12. Februar - Oberbürgermeisterin ruft zu Teilnahme auf

Protest gegen Nazi-Kundgebung am 12. Februar - Oberbürgermeisterin ruft zu Teilnahme auf

Gegen die geplante Kundgebung der Neonazis am 12. Februar in der Dresdner Altstadt formiert sich vielschichtiger Protest. Wie Sebastian Vogel, Vorsitzender des Ausländerrates, gegenüber DNN-Online mitteilte, wurden am Dienstag durch den Ausländerrat, den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) sowie die Kirchen drei Veranstaltungen am Postplatz, der Schinkelwache sowie am Italienischen Dörfchen angezeigt.

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Der Dresdner Theaterplatz von oben - rund um den Platz vor der Semperoper wurden jetzt drei kleine Veranstaltungen zum Protest gegen eine Nazi-Kundgebung angemeldet.

Quelle: dpa

Ab 17 Uhr sind die Dresdner aufgerufen, in die Altstadt zu kommen.

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Auch das Theater Junge Generation im Dresdner Westen positioniert sich gegen Rechts.

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„Wir wollen das nicht unkommentiert lassen“, erklärte Vogel am Vormittag die Reaktion auf die kurzfristige Anmeldung der Rechtsextremen. Auch wenn die Neonazi-Kundgebung mit geschätzt 80 Teilnehmern deutlich kleiner sei als die am Folgetag, nehme man sie ernst.

„Es ist wichtig, dass wir nicht nur am 13. Februar ein klares Bekenntnis gegen Gewalt und Menschenhass abgeben, sondern auch an jedem anderen Tag. Daher freue ich mich sehr, dass sich so viele in den letzten Stunden engagiert haben, um auch am Vorabend des 13. Februars diesen Missbrauch des Gedenktages nicht ohne Reaktion geschehen zu lassen“, teilte Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) mit.

Die Bekanntgabe der Nazi-Kundgebung sei ein wenig unglücklich gelaufen, kommentierte Silvio Lang, Sprecher von Dresden Nazifrei. Die Kundgebung sei Teil der Aktionswoche der Nazis mit kleinen Kundgebungen, minimalen Teilnehmerzahlen und bisher unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Der jetzt erweckte Eindruck eines Großaufmarsches sei aber definitiv falsch.

Tatsächlich gab es in der vergangenen Woche mehrere kleine Aktionen. Am Samstag traten Neonazis dabei mit Nazi-Parolen und der Hakenkreuzfahne auf. Nach den Worten von Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Aktionen zeigten, „wes Geistes Kind“ die Rechtsextremen sind. Ulbig sprach am Dienstag von einem Verwirrspiel der Rechtsextremen. Vielleicht seien die Rechten selbst verwirrt oder überfordert, sagte der Minister.

Das Bündnis Nazifrei plane für den Mittwochabend keine eigenen Aktionen. Lang verwies allerdings auf die bestehenden Anmeldungen. Nazifrei rufe ausdrücklich dazu auf, zu einem „Warm Up“ in die Stadt zu kommen und sich am Protest gegen die Nazi-Kundgebung zu beteiligen. Es sei eine „unnötige Situation“ entstanden, der man jetzt gleichwohl begegne.

Auch die AG 13. Februar rief am Dienstag dazu auf, sich an dem hörbaren und sichtbaren Protest zu beteiligen. Es sei eine weitere Provokation der Rechten, gegen die man Gesicht zeigen wolle, sagte Joachim Klose, Moderator der AG 13. Februar. „Wir wollen präsent sein“, sagte er. "Ob am 13. Februar oder an einem anderen Tag, die DGB-Gewerkschaften werden mit dabei sein um den Nazis klar zu zeigen, dass für sie kein Platz ist, nicht in Dresden noch an einem anderen Ort!“, ergänzte André Schnabel, Regionsgeschäftsführer DGB Dresden-Oberes Elbtal.

sl / dpa

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