Volltextsuche über das Angebot:

13 ° / 10 ° Regen

Navigation:
Google+
Protest gegen Ende der Werft in Dresden-Laubegast vor dem Drewag-Empfang

Protest gegen Ende der Werft in Dresden-Laubegast vor dem Drewag-Empfang

Quatschbude, zutiefst zerstrittener Haufen, uneffektives Kommunalparlament: Nicht wenige Dresdner verbinden genau solch unrühmliche Bezeichnungen mit ihrem Dresdner Stadtrat, der weit über die Stadtgrenzen hinaus für seinen intensiven Redebedarf bei vielen Themen bekannt ist.

Nur durch eines konnten die 70 gewählten Volksvertreter in der Vergangenheit so gut wie nie glänzen - Einmütigkeit im Sinne der Sache.

Genau die hat Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) gestern Abend auf dem traditionellen Neujahrsempfang der Drewag vor rund 450 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport eingefordert. "Ich kann nur an die Stadträte appellieren, dass sie im Sinne unserer Stadt einen gemeinsamen Weg finden und die Zukunft unserer Stadt möglich machen. Dafür muss endlich ein beschlossener Haushalt her, trotz aller unterschiedlichen politischen Ansichten", erklärte Orosz.

Dass es für den nächsten Doppelhaushalt seit Montagabend eine stabile Mehrheit gibt, reicht der 59-Jährigen nicht. Zu groß seien die Herausforderungen, die Dresden in den kommenden Jahren bewältigen muss. Dank des Geburtenbooms und der hohen Zuzugsraten brauche die Stadt zahlreiche neue Kindertagesstätten und Schulen. "Allein für den Schulhausbau bedeutet dies ein nie da gewesenes Investitionsprogramm von rund einer halben Milliarde Euro in den nächsten fünf Jahren", betonte Orosz.

Drewag-Chef Reiner Zieschank, verantwortlich für rund 1300 Beschäftigte in einem Unternehmen, das etwa 300 000 Kunden mit Strom, Erdgas, Trinkwasser und Fernwärme versorgt, hob derweil die Bedeutung des nationalen und internationalen Wettbewerbs hervor: "Inzwischen wird nicht mehr nur bayrisches Bier aus Drewag-Wasser gebraut, wir liefern auch schon bis nach Frankreich und anderswo."

Vor Beginn des Neujahrsempfangs demonstrierten rund 30 Beschäftigte und Unterstützer der vor dem Ruin stehenden Laubegaster Werft vor dem Kraftwerk Mitte. Sie forderten von Oberbürgermeisterin Orosz ein klares Bekenntnis zum Erhalt der Werft sowie das Versprechen, als Stadtoberhaupt die Suche nach einem neuen Investor aktiv zu unterstützen. Am Ende standen sie aber weitgehend allein da, zu einem Zusammentreffen mit der Oberbürgermeisterin kam es nicht. "Die Schifffahrt der Oberelbe braucht die Werft zwingend. Deshalb wollten wir uns heute hier bei namhaften Politikern Gehör verschaffen", sagte Wolfgang Reichelt, Betriebsratsvorsitzender der Werft.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 09.01.2013

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
24.09.2017 - 17:05 Uhr

Trotz seines Dreierpacks beim Auswärtsspiel in Darmstadt konnte Dynamos Mittelfeldmann am Ende nicht zufrieden sein.

mehr
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.