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Protest: Studenten verschenken Emissionspapiere

Protest: Studenten verschenken Emissionspapiere

Kuriose Form des Protestes: Studenten verschenken derzeit an die Mitglieder des Europaparlaments Verschmutzungsrechte, die offiziell Emissionszertifikate heißen.

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Theresa Pohl, die in Dresden Verkehrsingenieurwesen studiert, überreichte an die Dresdner Europa-Abgeordnete Cornelia Ernst das Zertifikate-Geschenk.

Quelle: Carola Fritzsche

Die vier Studierenden Theresa Pohl, Matthias Edelmann, Eva Baier und Marlon Nuske haben die Aktion gestartet, mit der sie alle 751 Abgeordneten des europäischen Parlamentes daran erinnern, dass diese eine Verantwortung zur Milderung des Klimawandels tragen.

Unternehmen erwerben mit den Emissionszertifikaten das Recht auf den Ausstoß einer bestimmten Menge des klimaschädlichen Gases Kohlendioxid (CO2). "Anfangs hat uns die Idee des Zertifikatehandels wirklich begeistert, da es ein gutes Instrument zum Klimaschutz sein kann", erklärte Theresa Pohl gegenüber DNN. Die Umsetzung sei jedoch schlecht, der aktuelle Preis für CO2-Emissionsrechte viel zu niedrig. Zu Beginn der ersten Handelsperiode habe ein Zertifikat zur Emission einer Tonne CO2 etwa 30 Euro gekostet, heute seien es knapp sieben Euro. Erst bei Preisen oberhalb von etwa 30 Euro aber lohnten sich ernsthafte Investitionen in emissionsarme Technologien.

Um auf diesen Missstand aufmerksam zu machen, wollen die Studierenden für jeden Abgeordneten ein Emissionsrecht löschen. Unterstützt wird diese Aktion von TheCompensators, einem Verein, der mit Hilfe von Spenden Zertifikate aus dem Emissionshandel aufkauft und löscht. Dadurch soll längerfristig der Preis der einzelnen Zertifikate steigen. Die Studenten fordern eine Reform des Handels. Die Gesamtzahl der Rechte sollte reduziert werden, Zertifikate dürften nicht weiter an Unternehmen verschenkt, sondern sollten mit Mindestpreisregelung versteigert werden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.03.2015

Ingolf Pleil

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