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Projektbaracke an der TU Dresden von Polizei geräumt - Bagger reißt Gebäude ab

Projektbaracke an der TU Dresden von Polizei geräumt - Bagger reißt Gebäude ab

Die ehemalige Projektbaracke der TU Dresden an der Hübnerstraße wurde am frühen Donnerstagmorgen von der Polizei geräumt. Sechs obdachlose Punks im Alter zwischen 16 und 26 Jahren, die noch in dem maroden und Brandschutz gefährdeten Gebäude wohnten, mussten gemeinsam mit ihren vier Hunden dem Bagger weichen.

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Die besetzte Baracke an der TU Dresden wurde am Donnerstag geräumt.

Quelle: Hauke Heuer
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Bilder der Räumung der Baracke an der TU Dresden.

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Der begann im Anschluss, die beiden alten und wahrscheinlich mit Asbest verseuchten DDR-Baracken auf dem Gelände abzureißen. Die Obdachlosen leisteten keinen Widerstand, regten sich aber über die unangekündigte Maßnahme auf und warfen den Beamten vor, von ihnen auf die kalte Straße gesetzt zu werden. Die Universität stellte ihnen zwei Möbeltransporter zur Verfügung, mit denen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen ihr Hab und Gut in einen Lagerraum verbringen konnten.

Bereits vor zwei Wochen hatten die Studenten der POT81-Freiraum-Initiative, welche das marode Gebäude über drei Monate besetzten, nach einer zerstörerischen Abschlussfeier die Räumlichkeiten verlassen. Den Obdachlosen wurde während der Besetzung seitens der Studenten eine Unterkunft angeboten. Als die Okkupation des Gebäudes zu Ende ging, blieben sie einfach an Ort und Stelle, sodass sich die Universitätsleitung und das Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB), welches die Verfügungsgewalt über die Baracken besitzt, gezwungen sahen, eine Räumung anzuordnen.

Am 20. Dezember vergangenen Jahres hatte die Universität die in den Räumen ansässigen Hochschulgruppen und Initiativen aufgefordert, das Gebäude zu verlassen. Der Grund hierfür war ein Gutachten des SIB, das, so die Universität, eine akute Brandgefahr durch die elektrischen Anschlusskästen in den Baracken beschreibt und eine sofortige Stilllegung fordert.

In Reaktion auf die Räumungsaufforderung besetzten Studenten der POT81-Freiraum-Initiative das Gebäude und forderten mit Unterstützung des Studentenrates (StuRa) Ersatzräume, die bis heute nicht zur Verfügung gestellt worden sind, da die Universität nach eigenen Angaben keine Raumkapazitäten mehr besitzt.

Carolin Riedel vom Studentenrat ärgerte sich über die unangekündigte Räumung: „Wie schon seit Monaten, handelt das Rektorat ohne den StuRa vorher zu informieren. In dem Gebäude befindet sich noch Privateigentum der Besetzer, das nun ohne zu fragen abtransportiert wird. Trotzdem sehen wir ein, dass das Gebäude abgerissen und geräumt werden muss. Nun gilt es, hoffentlich gemeinsam mit der Universität neue Räume zu finden.“

von Hauke Heuer

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