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"Prinz Eugen" in Dresden-Laubegast: Eine unendliche Geschichte

Neue Auflagen für Umnutzung als Asylbewerberheim "Prinz Eugen" in Dresden-Laubegast: Eine unendliche Geschichte

Die Umnutzung des Hotels „Prinz Eugen“ zum Asylbewerberheim entwickelt sich zu einer unendlichen Geschichte. Erst forderte ein Sachverständiger den Einbau von bestimmten Brandmeldern, die erst einmal nicht lieferbar gewesen sein sollen. Jetzt soll es neue Forderungen der Bauaufsicht geben.

Das ehemalige Hotel „Prinz Eugen“.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden.  Erst hieß es: Bis Ende 2015. Dann Februar 2016. Dann Ende des ersten Quartals. Jetzt erklärte Stadtsprecher Kai Schulz auf Anfrage der DNN: „Die Inbetriebnahme des Übergangswohnheimes soll im April erfolgen.“ Die Umnutzung des Hotels „Prinz Eugen“ in Laubegast zum Asylbewerberheim entwickelt sich allmählich zu einer unendlichen Geschichte.

Im November 2015 hatte die städtische Tochtergesellschaft Stesad GmbH das Hotelgebäude auf der Gustav-Hartmann-Straße für rund drei Millionen Euro erworben. Der Plan: Die Stesad baut das Gebäude ohne größeren Aufwand zu einem Wohnheim für 94 Asylbewerber um und vermietet es an die Stadt. „Der Mietvertrag mit der Stesad wurde unterzeichnet“, vermeldete Schulz zumindest in diesem Punkt Vollzug.

Der Umbau des Gebäudes entwickelte sich aber wegen immer neuer und höherer Auflagen beim Brandschutz zu einem Desaster. So forderte nach DNN-Informationen zunächst ein Sachverständiger den Einbau von Brandmeldern eines ganz bestimmten Typs, der allerdings erst einmal nicht lieferbar gewesen sein soll. Inzwischen ist zwar die Brandmeldeanlage installiert, aber es soll nun neue Forderungen der städtischen Bauaufsicht geben. Diesmal geht es um mehrere Fenster, die zu schmal seien und im Ernstfall nicht für die Rettung von Menschen genutzt werden könnten.

„Derzeit erfolgen die letzten abschließende Arbeiten im Objekt, um den allgemeinen gesetzlichen Bestimmungen zu entsprechen“, teilte Schulz mit. In den nächsten Tagen würden die letzten Abstimmungen zwischen dem städtischen Projektbüro zur Unterbringung von Asylbewerbern, der Stesad GmbH und dem Betreiber Deutsches Rotes Kreuz erfolgen.

Das geplante Asylbewerberheim ist in Laubegast umstritten. Während sich das Netzwerk „Laubegast ist bunt“ auf die Ankunft der 94 Asylbewerber vorbereitet, kritisiert die Bürgerinitiative „Mein Laubegast“ die Pläne der Stadt. Mehrfach gab es Demonstrationen vor dem Gebäude, die Initiative reichte eine Petition gegen das Heim ein. Das „Prinz Eugen“ soll mindestens fünf Jahre als Asylbewerberheim genutzt werden. Wenn die Plätze dann nicht mehr benötigt werden sollten, könnten in dem Gebäude altersgerechte Wohnungen entstehen.

Von Thomas Baumann-Hartwig

Gustav-Hartmann-Straße 4d, 01279 Dresden 51.021401 13.838103
Gustav-Hartmann-Straße 4d, 01279 Dresden
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Archivbild

Im April will die Stadt die ersten Asylsuchenden im ehemaligen Hotel „Prinz Eugen“ in Laubegast unterbringen. Das teilte die Verwaltung am Dienstag mit. Momentan laufen noch Umbauarbeiten an dem Gebäude.

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