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Prellbock 2015: Dresdner Firma wegen „dreister Abzocke“ ausgezeichnet

Verbraucherzentrale Sachsen Prellbock 2015: Dresdner Firma wegen „dreister Abzocke“ ausgezeichnet

Wegen „besonders dreister Abzocke“ hat die Verbraucherzentrale Sachsen die Dresdner Vertriebsfirma MGN mit dem Negativpreis „Prellbock 2015“ ausgezeichnet. Auf Platz zwei setzte eine unabhängige Jury die Leipziger Unister-Gruppe vor allem wegen intransparenter Preise.

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Wegen „besonders dreister Abzocke“ hat die Verbraucherzentrale Sachsen die Dresdner Vertriebsfirma MGN mit dem Negativpreis „Prellbock 2015“ ausgezeichnet.

Quelle: dpa

Dresden. Wegen „besonders dreister Abzocke“ hat die Verbraucherzentrale Sachsen die Dresdner Vertriebsfirma MGN mit dem Negativpreis „Prellbock 2015“ ausgezeichnet. Das Unternehmen rufe gezielt ältere Menschen an, um ihnen am Telefon unlautere Aboverträge über in ihrer Wirkung fragwürdige und überteuerte Nahrungsergänzungsmittel anzudrehen, begründete die Geschäftsführerin Andrea Heyer am Donnerstag in Dresden die Entscheidung. Das Widerrufsrecht werde dabei ignoriert.

Die MGN GmbH vertreibt neben den Nahrungsergänzungsmitteln auch Eigenmarken aus den Bereichen Mobilfunk, Energie und Rabattclubs. „Hier werden Menschen um ihr sauer Erspartes gebracht“, sagte Juror Peter Escher. „Alte, gutgläubige Menschen“ würden zu Zwei-Jahres-Abonnements überredet, die 1200 Euro kosteten. „Das ist auf jeden Fall schäbig und hat diesen Preis verdient.“ Die Verbraucherzentrale kündigte Klage gegen das Unternehmen an.

Auf Platz zwei setzte eine unabhängige Jury die Leipziger Unister-Gruppe unter anderem wegen intransparenter Preise bei ihren Internet-Reiseportalen. Unzulässige Tarifänderungen und schlechter Service werden dem Kabelanbieter Tele Columbus AG auf Platz drei vorgeworfen.

Unister wurde neben Intransparenz bei den Preisen auch vorgeworfen, Gutscheine nicht oder nur verzögert ausgezahlt zu haben. Ein Unternehmenssprecher, der bei der Preisverleihung zugegen war, räumte hier Probleme ein, an denen aber gearbeitet worden sei. „Beim Thema Gutscheine haben wir viel optimiert in letzter Zeit“, sagte Dirk Rogl. In anderen Punkten könne er die Entscheidung der Jury hingegen nicht verstehen.

Der „Prellbock“ wurde nach 2013 zum zweiten Mal vergeben. In mehr als 260 Einsendungen per Meldekarte oder im Internet hatten Verbraucher Vorschläge für den Preisträger gemacht. Die Entscheidung traf eine dreiköpfige Fachjury, der neben dem Ratgeberexperten Escher und der Journalistin Katrin Saft auch der Sprecher des sächsischen Landeskriminalamtes, Tom Bernhardt, angehörte.

dpa

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