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Preis für Asisis Panorama des zerstörten Dresden

German Design Award Preis für Asisis Panorama des zerstörten Dresden

Für sein Panorama, das das zerstörte Dresden nach den Bombenangriffen 1945 zeigt, und die begleitende Ausstellung ist der Architekt und Künstler Yadegar Asisi mit seinem Team im Rahmen des German Design Awards ausgezeichnet worden.

Yadegar Asisi

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Dresden. Für sein Panorama, das das zerstörte Dresden nach den Bombenangriffen 1945 zeigt, und die begleitende Ausstellung ist der Architekt und Künstler Yadegar Asisi mit seinem Team im Rahmen des German Design Awards ausgezeichnet worden. In der Kategorie "Fair and Exhibition" bekam Asisi die besondere Auszeichnung "Special Mention" für herausragende Designqualität. Die Überreichung der Preise erfolgt am 12. Februar 2016 in Frankfurt/Main.

In der Begründung der Jury wird das Panorama "DRESDEN 1945 - Tragik und Hoffnung einer europäischen Stadt" als "spektakuläre wie eindringliche und emotional bewegende Ausstellung" gewürdigt. Sie lasse den Besucher "in die Stadt Dresden der 1920er-Jahre eintauchen und den zunehmenden Einfluss und Terror der Nationalsozialisten erleben. Er betritt das 360°-Panorama (30 x 106 m) am Morgen nach den Angriffen im Februar 1945. Hier befindet er sich inmitten des fast völlig zerstörten Stadtzentrums, umkreist von rund 3000 qm Bildfläche eines Panoramas, das jenen Moment der Ohnmacht festhält, in dem Schock und Chaos ihre lähmende und zugleich panische Wirkung auf die Überlebenden ausüben."

Asisi hat es mit seiner Darstellung des zerstörten Dresden und dem Kontext, den die begleitende Ausstellung bietet, geschafft, nicht die Opferrolle Dresdens in den Vordergrund zu stellen, sondern den Blick auf die zerstörerische Wechselwirkung von kriegerischen Handlungen zu lenken. Das Rundbild berücksichtige die vielen Aspekte, Schicksale und Geschichten des Bombenkrieges und reiche weit über den Ruinen-Horizont hinaus, urteilt Dr. Gorch Pieken, wissenschaftlicher Direktor und wissenschaftlicher Leiter des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr in Dresden. Yadegar Asisi habe "ein parabolisches Werk geschaffen, exemplarisch für die Gewaltgeschichte der Menschheit".

Der 2012 initiierte German Design Award ist der internationale Premiumpreis des Rates für Formgebung. Sein Ziel: einzigartige Gestaltungstrends zu entdecken, zu präsentieren und auszuzeichnen. Unter Designern, Gestaltern, Architekten gilt der German Design Award als ein sehr angesehener Preis. Yadegar Asisi hat ihn schon einmal bekommen - 2014 für sein Rundbild vom antiken Pergamon. Asisi - ein gebürtiger Wiener mit iranischen Wurzeln, der in Berlin lebt - fühlt sich durch diese Auszeichnung, aber auch durch das Feedback der vielen Besucher bestärkt, "auch in Zukunft schwierige Themen in den Panoramen zu anzugehen". Das Panorama vom zerstörten Dresden, das dieses Jahr etwa 165.000 Besucher anzog, ist vom 16. Januar bis zum 8. Mai 2016 wieder zu sehen. Bis dahin kann man sich im ehemaligen Gasometer in Reick ins barocke Dresden versetzen lassen.

Catrin Steinbach

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