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Postkarten gingen weg wie warme Semmeln - Heinz Freiberg verkaufte 400 limitierte Motive

Postkarten gingen weg wie warme Semmeln - Heinz Freiberg verkaufte 400 limitierte Motive

Heinz Freiberg wollte gestern ganz im Sinne der Schnapszahlen pünktlich 12.12 Uhr seine besonderen Postkarten zum Thema Dresden, versehen mit dem außergewöhnlichen Datum und einem extra entworfenen Vignettenstempel, an die Dresdner verkaufen.

Von Nadine Steinmann

Aber: Echte Sammler wissen ganz genau, wo es etwas Besonderes gibt und so standen sie bereits um 10 Uhr in der Thalia Buchhandlung am Dr. Külz-Ring Schlangen, um eine der limitierten Motive zu ergattern. "Durch die Presse hatten so viele von unserer Aktion erfahren, dass die Geschäftsleitung von Thalia uns bereits halb elf bat, mit dem Verkauf zu beginnen", erklärte Freiberg. Binnen 90 Minuten waren die auf 400 Stück limitierten Postkarten vergriffen - und es war noch nicht einmal 12.12 Uhr. "Damit haben wir überhaupt nicht gerechnet", fügt der Rentner hinzu.

Mit "wir" meint der Dresdner sich selbst und seine Ehefrau Gerlinde Freiberg, die parallel auf dem Striezelmarkt ebenfalls Postkarten verkaufte. Zusammen betreiben die beiden den kleinen Trachauer Verlag "Edition Freiberg". Das Hauptaugenmerk des Verlages ist vor allem auf junge Schriftsteller gerichtet. So druckte Freiberg 1998 die Erzählung "Kevin und Jenni" - geschrieben von der 17-jährigen Mandy Färber. Anfang Juli 2009 erschien über den Verlag das zweite Buch der 18-jährigen Anna-Maria Weigelt. "Uns geht es nicht ums Geld. Auch bei solchen Postkartenaktionen sind wir schon glücklich, wenn wir plus/minus null rausgehen", erklärt der 70-Jährige.

Gestern ist aber mit Sicherheit auch noch ein kleiner Gewinn abgefallen, denn nachdem die Postkarten alle vergriffen waren, wurden noch die Vignettenstempel für 50 Cent verkauft. Aber auch die sind eine Besonderheit, wie Dieter Gersdorf findet. Grund: seit vier Jahren sammelt der 68-jährige Stempel - egal wo er ist. Ob es nun Museen, Aussichtstürme oder Cafés sind, die Stempel sind wie eine Art Dokumentation seines Lebens. Sechs Bücher hat er mittlerweile mit rund 800 Stempeln gefüllt. Übernommen hat er die Idee 2008 aus der Tschechien, denn dort gibt es an sämtlichen Ausflugszielen einen Stempel und die Sammelleidenschaft ist unter den Bürgern weit verbreitet. Seit 2010 betreibt Gersdorf dieses Hobby auch in Deutschland. "Allerdings bekommt man beispielsweise in Dresden selten einen Stempel, wie zum Beispiel am Bismarckturm oder am Rathausturm. Das ist wirklich schade und wird sich hoffentlich noch ändern", berichtet der Rentner.

Aber einen besonderen Stempel hat er nun gestern von Heinz Freiberg bekommen: der 12.12.12 in Dresden - ein einzigartiger Stempel, der wohl einen ganz besonderen Platz im Stempelalbum erhalten hat.

Der 12.12.12 war gestern ein ganz besonderer Tag. Grund: solch ein Schnapszahldatum erlebt man nur selten. Über das nächste dieser Art kann man sich wohl streiten, denn ob es nun der 2.2.2022 ist oder erst der 01.01.2101 - es liegt im Auge des Betrachters. Fest steht aber: gestern war einer dieser Tage, den 18 Paare auch gleich zum Heiraten nutzten. Aber auch einzigartige Postkarten mit diesem Datum waren besonders beliebt, da sie am Ende nur "Eintagsfliegen" sind.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.12.2012

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