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Porta hält am Standort Dresden fest - Möbelriese will politische Überzeugungsarbeit leisten

Porta hält am Standort Dresden fest - Möbelriese will politische Überzeugungsarbeit leisten

Der Möbelriese Porta hält an seinen Plänen fest, im Gewerbegebiet Rähnitz für rund 50 Millionen Euro ein Einrichtungshaus zu errichten. Das bekräftigte Ilja Keller, Geschäftsführer Immobilien der Unternehmensgruppe Porta, auf Anfrage der DNN.

"Wir stehen zu unserem Vorhaben und sind davon überzeugt, dass Dresden zusätzlichen Wettbewerb auf dem Gebiet des Möbelhandels vertragen kann."

Keller bezieht sich auf ein Einzelhandelsgutachten einer renommierten Dortmunder Stadtplanungs- und Wirtschaftsprüfungskanzlei, das dem Vorhaben keine negative Wirkung für den innerstädtischen Einzelhandel bescheinige. "Die Stadt hat uns den Gutachter vorgegeben. Wir haben ihn nur bezahlt", weist Keller den Vorwurf eines Gefälligkeitsgutachtens von sich.

Die Landeshauptstadt Dresden teilte mit, dass Porta am 17. Januar die Einleitung eines Vorhabenbezogenen Planverfahrens beantragt habe. Ein Aufstellungsbeschluss sei durch den Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau aber noch nicht gefasst worden. Die entsprechende Vorlage sei auf Wunsch von Porta bis auf weiteres von der Tagesordnung des Bauausschusses genommen worden, so die Stadt.

Keller bestätigte das. "Wir wollen erst noch einmal politische Überzeugungsarbeit leisten und das Gespräch mit der Stadtverwaltung suchen", erklärte der Porta-Immobilienchef. Hintergrund: Die Pläne des Möbelriesen waren unter Stadträten auf wenig Begeisterung gestoßen. Selbst die wirtschaftsfreundliche FDP hatte gemahnt, dass die Flächen im sogenannten Airportpark vorzugsweise für produzierendes Gewerbe vorgesehen seien (DNN berichteten).

Ein Einwand, den Keller nicht nachvollziehen kann: "Wir haben das Grundstück in Rähnitz 2001 gekauft. Bisher hatten wir noch nicht eine Nachfrage nach den Flächen." Auf dem Grundstück in Autobahnnähe soll nach den Porta-Plänen ein Möbelhaus mit 36 500 Quadratmetern Verkaufsfläche plus ein Möbel-Discountmarkt mit 4500 Quadratmetern Fläche entstehen. Zum Vergleich: Ikea im Elbepark hat 15 200 Quadratmeter Verkaufsfläche, Möbel-Kraft in Altfranken 14 000. Auf 4100 Quadratmetern Verkaufsfläche will Porta zentrumsrelevante Sortimente anbieten.

Ende 2013 konnte sich Keller noch einen Baustart 2015 oder 2016 vorstellen, mittlerweile erklärt er: "Die Zeitschiene müssen wir überdenken." Denn: "Letztlich muss der politische Wille dahinterstehen." Bis zu 300 neue Arbeitsplätze könnten entstehen, so Keller.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.06.2014

Thomas Baumann-Hartwig

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