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Polo-Turnier in Dresden - gleich zwei Veranstalter wollen 2012 ans Königsufer

Polo-Turnier in Dresden - gleich zwei Veranstalter wollen 2012 ans Königsufer

Gleich zwei Veranstalter wollen unabhängig voneinander im kommenden Herbst ein Polo-Turnier am Dresdner Königsufer ausrichten. Wie DNN-Online erfuhr, bewerben sich im Moment sowohl die in Gründung befindliche City Polo GmbH als auch die Sachsen Polo Sport GmbH um die Elbwiesen unterhalb des Finanzministeriums.

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Dresden. Die gehören dem Freistaat, der darüber wacht, dass die Fläche im Landschaftsschutzgebiet nicht zu häufig in Anspruch genommen wird. Regelmäßig dürfen nur die Filmnächte und das Stadtfest die Fläche nutzen.

Beide Polo-Veranstalter teilen nun aber mit, sie seien zumindest in intensiven Gesprächen mit der Stadt, die ein "hohes kommunales Interesse" bescheinigen muss, damit der Freistaat die Fläche frei gibt. Die Sachsen Polo Sport GmbH vermeldet bereits mehrere schriftliche Genehmigungen aus dem Rathaus. Die Stadtverwaltung, welche die endgültige Entscheidung treffen muss, teilte auf Anfrage lediglich mit, dass derzeit noch Gespräche laufen, daher könne man keine Angaben dazu machen.

Frank Nowak, Sprecher von City Polo, der vom 7. bis 9. September in Dresden den "City Polo Cup" ausrichten will, verweist auf rund anderthalb Jahre Vorbereitung, die bereits im Projekt stecken. 2011 habe noch die Genehmigung des Freistaates gefehlt, für das kommende Jahr sei er jedoch zuversichtlich und verweist auf umfangreiche Planungsunterlagen, die DNN-Online vorliegen.

Mit Ingeborg Schwenger-Holst, der Präsidentin des Berliner Polo-Clubs, habe man eine erfahrene Expertin als unabhängige Kontrollinstanz gewonnen, zudem gehören laut Nowak mehrere Tierärzte, "Physio-Doc" Bert Krüger vom Sport & Therapiezentrum im XXL Dresden, der Ehrenpräsident des TC-Blau Weiß Dresden Blasewitz, Peter Gorka und Andreas Lorenz, Präsident des Landesverbandes Pferdesport Sachsen, zum "Kompetenzteam" der Veranstaltung. "Wir sind erstklassig aufgestellt und setzen dabei auf die sächsischen Traditionen", sagte er.

Zur Konkurrenz, der Sachsen Polo Sport GmbH und deren sportlicher Agentur, der Baltic Polo Events GbR, äußert sich Nowak nicht. Die sei auf ihn zugekommen, eine Zusammenarbeit wird von Nowak aber kategorisch abgelehnt.

"Ich weiß nicht, worauf er sich bezieht", antwortete Baltic Polo-Geschäftsführer Thomas Strunck zu diesen Vorwürfen. Gegen einen entsprechenden Bericht der Fachpresse laufe ein Verfahren. Zudem sei Nowak auf sie zugekommen und nicht andersrum, so Strunck. "Wir lieben unsere Tiere", sagte er. Sein Geschäftspartner sei seit mehr als 30 Jahren aktiver Polo-Spieler, seit 2006 sei das Unternehmen im Geschäft, sei "überall gern gesehen". "Vielleicht ist es Neid", vermutet Strunck.

Der eigene Termin in Dresden, vom 14. bis zum 16. September, sei nahezu unter Dach und Fach. Es fehlt noch "ein Prozent", sagt Strunck. Mit der Konkurrenz sei man in Kontakt gewesen, habe die Gespräche aber nicht weiter verfolgt. Es gebe bereits Anmeldungen für das Turnier in Dresden, bei dem sechs Teams á zwei Spieler antreten sollen.

Dieses angebliche "Party-Polo" wird von Ingeborg Schwenger-Holst, der Jugendwärtin des Deutschen Poloverbandes, allerdings äußerst kritisch gesehen. Das Spielen auf kleinen Sand-Feldern mit nur zwei Spielern habe mit echtem Polo nicht viel zu tun, sagt sie, ohne Namen zu nennen. Daher soll es beim "City Polo Cup" möglichst große Spielfelder, mindestens drei Akteure pro Team und einen tierfreundlichen Bodenbelag geben.

"Wir spielen nach den Regeln des deutschen Polo-Verbandes", kontert einer der Macher der Sachsen Polo Sport GmbH, die Anfang Januar an die Öffentlichkeit gehen will. Der Etat für Dresden liege bei "knapp einer Million Euro", bereits seit fünf Jahren arbeite man an der Idee eines Dresdner Turniers, heißt es gegenüber DNN-Online. Im Gegensatz zu Konkurrent Nowak habe man ein klares Konzept und mehrere hochkarätige Sponsoren wie die Deutsche Bank, zudem habe nur die Sachsen Polo Sport GmbH bisher einen offiziellen Termin angegeben.

Ob das Turnier aber überhaupt kommt, ist unklar. "Aus unserer Sicht gibt es andere geeignete Plätze", sagte Andrea Krieger, Sprecherin des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB), gegenüber DNN-Online. Die Nutzung der Fläche obliege zwar laut Vertrag der Stadt, aber auch die etablierten Veranstaltungen wie Stadtfest oder Filmnächte seien Kompromisslösungen. Es sei letztlich eine Entscheidung der Stadt, der Freistaat stehe der Idee allerdings skeptisch gegenüber.

Stephan Lohse

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.12.2011

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