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Polizeieinsatz am 13. Februar in Dresden wirft Schatten voraus

Polizeieinsatz am 13. Februar in Dresden wirft Schatten voraus

Wenn es einen Gewinner des Polizeieinsatzes zum 13. Februar gibt, dann ist es die Dresdner Hotellerie. Während gestern Mittag noch wenig zu sehen war von einem Polizeigroßeinsatz, änderte sich das Bild in den Nachmittagsstunden.

Von Thomas Baumann-Hartwig

Wenn es einen Gewinner des Polizeieinsatzes zum 13. Februar gibt, dann ist es die Dresdner Hotellerie. Rund 6000 Polizisten wollen untergebracht sein - in den meisten Hotels der Stadt gab es für die Nächte vom 12. bis 14. Februar kein Bett mehr.

Während gestern Mittag noch wenig zu sehen war von einem Polizeigroßeinsatz, änderte sich das Bild in den Nachmittagsstunden. Der gesperrte Parkplatz an der Sarrasanistraße füllte sich mit Polizeifahrzeugen - die Bundespolizei stellte hier Einsatz- und Rettungswagen ab. Die Beamten stiefelten in voller Montur mit Reisetaschen und Aktenkoffern zum Hotel Bellevue. Auch auf dem Parkplatz der Nobelherberge an der Großen Meißner Straße reihten sich Mannschaftswagen der Bundespolizei auf. Etwas größer waren die Fahrzeuge, die die Polizei am Haltepunkt Freiberger Straße der S-Bahn aufbaute. Hier stellten die Beamten Nachrichtentechnik ab - eines der Fahrzeuge führte einen Sendemast mit sich. Die mobilen Absperrzäune, die für die heutigen Demonstrationen verwendet werden sollten, standen dagegen gestern Nachmittag noch in der Werkstatt der Polizei auf der Weinböhlaer Straße - verpackt auf Lkw's.

An den Zufahrtsstraßen zur Wilsdruffer Vorstadt waren schon Absperrungen am Straßenrand aufgestellt, Parkverbotsschilder warteten auf ihren Einsatz. In diesem Stadtteil sollen die Rechten wohl marschieren - wahrscheinlich werden sie sich an der Ammonstraße nahe dem Hauptbahnhof treffen und dann eine Runde über Freiberger Straße und Rosenstraße laufen, so es der Polizei gelingt, Blockaden der Aufmarschstrecke zu verhindern.

Zu Blockaden ruft das Bündnis "Dresden nazifrei" auf. Auf der Internetseite des Bündnisses wird über die Route des Naziaufmarschs spekuliert und es werden verschiedene Szenarien geplant. Greifbar sind die Sorgen der Anwohner, die die Bilder der Straßenschlachten im Stadtteil Plauen vor einem Jahr noch vor Augen haben: "Weg hier, nur weg", meinte ein älterer Herr auf der Annenstraße, der seinen Ford Focus aus dem Gefahrenbereich bringen wollte. "Eine Schande, was hier passiert", schimpfte er. Politische Kundgebungen am 13. Februar müssten verboten werden.

Die Arbeitsgruppe 13. Februar der Stadt ruft zum friedlichen Protest gegen Rechtsextremismus auf. Um 17 Uhr beginnt die Auftaktkundgebung zur Menschenkette vor dem Rathaus, um 18 Uhr sollen die Bürger der Stadt für 15 Minuten innehalten und einen Ring um die Innenstadt ziehen.

unter www.dnn-online.de finden Sie einen Liveticker zum heutigen Geschehen

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.02.2012

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