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Polizei und Rettungsdienst bereiten sich auf Einsätze am Vatertag vor

Polizei und Rettungsdienst bereiten sich auf Einsätze am Vatertag vor

Christi Himmelfahrt steht vor der Tür, in Teilen Deutschlands besser als Männertag bekannt. Während die Herren der Schöpfung "ihren" Tag gern feucht-fröhlich feiern und dabei das eine oder andere Mal über die Stränge schlagen, bedeutet das für Polizei und Rettungsdienste in Dresden einen Tag mit erhöhten Einsatzzahlen.

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Eine fröhliche Männerrunde - so wird in Deutschland der Herrentag begangen.

Quelle: Andreas Lander

Statistisch betrachtet gibt es am Vater- oder auch Herrentag aufgrund des erhöhten Alkoholkonsums und den vielfach unternommenen gemeinschaftlichen Ausflügen mehr Schlägereien als an anderen Tagen. Zudem steigt die Zahl der Verkehrsunfälle. Dem versucht die Dresdner Polizei mit Kontrollen zu begegnen.

"Glücklicherweise entwickelt sich der Männertag aber seit Jahren zum Familientag", berichtet Polizeisprecher Wolfgang Kießling gegenüber DNN-Online. Gefeiert werde zunehmend mit Frau und Kindern, statt sich nur der Trunkenheit hinzugeben. "Dadurch haben wir einen Rückgang in männertagsspezifischen Straftaten wie Körperverletzungen zu verzeichnen."

Zur Anzahl zusätzlicher Beamter, die an diesem Donnerstag im Dienst sind, wollte sich Kießling nicht äußern. Es seien jedoch genügend Kräfte im Einsatz, um den typischen Delikten zu begegnen. Schwerpunkte seien Ausflugsziele wie die Sächsische Schweiz sowie der Raum Großenhain. Auch an den neuralgischen Punkten in Dresden werde man hin und wieder vorbeischauen. "Wir zeigen überall dort Präsenz, wo größere Feierlichkeiten im Gange sind", so Kießling weiter.

Im Vorjahr waren die etwa 200 Polizisten, die allein im Dresdner Stadtgebiet im Dienst waren, nicht beschäftigungslos, auch wenn es nach ihrer Einschätzung “überwiegend friedlich“ geblieben war. Insgesamt 30 Männer mussten die Beamten damals vorübergehend aus dem Verkehr ziehen. Allein 25 von ihnen nahmen sie nach einer nachmittäglichen Schlägerei am Altmarkt in Gewahrsam. Einige dieser Raufbolde hatten schon zuvor für reichlich Ärger gesorgt: Am Fährgarten Johannstadt waren sie in Streitereien verwickelt, am Rathenauplatz bewarfen sie eine Straßenbahn mit einer Plastikflasche und auf dem Pirnaischen Platz zündeten sie Pyrotechnik.

Auch der Rettungsdienst ist vorgewarnt. "Wir werden zum Beispiel in der Leitstelle eine größere Besetzung haben, um die Zahl der Notrufe entgegenzunehmen, die am Männertag erfahrungsgemäß etwas höher liegt als sonst", kündigt Feuerwehrsprecher Thomas Mende an. "Wir sind mit allen verfügbaren Fahrzeugen im Dienst." Zusätzliche Dienste seien hingegen nicht geplant, "insofern ist es ein normaler Tag", führt Mende fort. "Standardmäßig haben wir ohnehin sechs Notärzte tagsüber und wir können generell kurzfristig gut reagieren."

Natürlich sei das ganze Phänomen rund um den Männertag auch immer wetterabhängig. "Wenn es regnet, ist es für gewöhnlich ruhiger als wenn schon am Mittag bei 30 °C die Sonne auf die Alkoholrüben prasselt", weiß Mende. In den vergangenen Jahren habe der Rettungsdienst bei den Einsatzzahlen eine leichte Tendenz nach unten verzeichnet. "Damit sind wir auch nicht unglücklich und hoffen, dass der Trend weiter anhält. Denn schließlich ist das ein Feiertag und da ist es immer traurig, wenn der aus irgendeinem Grund für jemanden im Krankenhaus endet", findet Mende.

Die heutige Form des Vatertagfeierns mit der Herrentagspartie kam Ende des 19. Jahrhunderts im Raum Berlin auf. Sie erfreut sich insbesondere bei Männern im Osten Deutschlands bis in die Gegenwart großer Beliebtheit. Im Kern ging es dabei um die Einweihung der Jüngeren in die Sitten und Unsitten von Männlichkeit. Seit 1934 ist Christi Himmelfahrt in Deutschland ein gesetzlicher Feiertag. Weil der Himmelfahrtstag am 40. Tag nach Ostern gefeiert wird, fällt er immer auf einen Donnerstag.

Stefan Schramm

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