Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Google+
Polizei erwartet am 19. Februar mehr als 20.000 Demonstranten auf beiden Seiten

Polizei erwartet am 19. Februar mehr als 20.000 Demonstranten auf beiden Seiten

Bis zu 4000 Nazis sowie bis zu 20.000 Gegendemonstranten erwartet die Dresdner Polizei am kommenden Samstag zum nächsten Aufmarsch in Dresden. Das kündigte Dresdens Polizeipräsident Dieter Hanitzsch am Montag an.

Laut Dresdens Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (CDU) sind bislang etwa 70 Anmeldungen für verschiedene Veranstaltungen bei der Stadt eingegangen, davon würden etwa zwei Drittel die Mahnwachen der Kirchgemeinden betreffen.

Laut einer Aufstellung des Innenministeriums vom Januar haben aber auch die Junge Landsmannschaft Ostdeutschland (JLO) und der JN-Landesverband Sachsen erneut rechte Aufmärsche angemeldet. Die Polizei rechnet mit 3500 bis 4000 Teilnehmern. Da die Gegner der Nazi-Aufzüge für den 19. Februar ebenfalls überregional mobilisieren, erwartet Hanitzsch bis zu 20.000 Gegendemonstranten, davon etwa 3000 gewaltbereite „linksextreme Teilnehmer", beispielsweise aus Berlin und Hamburg. „Es liegt erneut eine Riesenanstrengung vor uns", so Hanitzsch.

Die Beamten würden jetzt mit Hochdruck am Sicherheitskonzept für den 19. Februar feilen, wobei natürlich auch die Erfahrungen des Sonntags eine Rolle spielen würden. Kopfzerbrechen bereitet dem Polizeipräsidenten, dass unter Umständen nicht ausreichend Beamte zur Verfügung stehen, um die Lager zu trennen. So waren am Sonntag 4600 Polizisten der Länder im Einsatz, die laut Hanitzsch ausreichten, aber keinesfalls zu viel waren.

Steigt die Zahl der Demonstranten und der Gegendemonstranten eine Woche später stark an, dürften auch mehr Einsatzkräfte nötig sein. Allerdings läuft in dieser Woche ein Castor-Transport durch Deutschland. Verzögert sich dieser beispielsweise durch Blockaden, würden die dort eingesetzten Polizisten in Dresden nicht wie geplant zur Verfügung stehen. Bundesligaspiele mit Gewaltpotenzial, beispielsweise Hamburger SV gegen Werder Bremen, würden die Zahl der für Dresden verfügbaren Beamten weiter einschränken.

Bis Mitte der Woche soll feststehen, welche Veranstaltung wann, wo und wie stattfinden kann, sagte Ordnungsbürgermeister Sittel. Ob die Rechten nach dem Sonntags-Aufmarsch in der kommenden Woche erneut vom Hauptbahnhof durch die Südvorstadt ziehen werden ließ er aber offen. Die Veranstaltungslage sei bislang sehr unübersichtlich, daher seien genaue Planungen der Polizei auch erst möglich, wenn definitiv klar sei, wer wann wo demonstrieren darf.

Auch für den 19. Februar haben verschiedene Gruppierungen angekündigt, die Demos der Rechten zu blockieren. Bereits am Sonntag musste die Polizei in der Nähe des Hauptbahnhofes einige Gegendemonstranten mit körperlicher Gewalt und Reizgas daran hindern, die Demo-Route der JLO zu blockieren.

Stephan Lohse

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
Anzeige
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.