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Polizei Dresden: Pegida-Kundgebung mit 17.300 Teilnehmern - Keine Zwischenfälle auch bei Gegenveranstaltung

Polizei Dresden: Pegida-Kundgebung mit 17.300 Teilnehmern - Keine Zwischenfälle auch bei Gegenveranstaltung

Rund 17.300 Pegida-Anhänger haben sich laut Polizeiangaben am Sonntagnachmittag auf dem Dresdner Theaterplatz zu ihrer inzwischen 13. Kundgebung versammelt.

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Bis zu 5000 Gegendemonstranten stellten sich gegen die islamkritische Bewegung.

Quelle: Hauke Heuer

Ihnen entgegen stellten sich bis nach Schätzung der Beamten zu 5000 Gegendemonstranten. Beide Seiten wurden durch eine doppelte Polizeikette voneinander getrennt. Augenzeugen und DNN-Mitarbeiter vor Ort schätzten allerdings auf beiden Seiten eine deutlich geringere Teilnehmerzahl.

Die Leitung der Pegida-Kundgebung übernahm Kathrin Oertel. Wörter wie "Lügenpresse" fielen auch dieses Mal, obwohl die Sprecherin in einer Pressekonferenz vergangener Woche angekündigt hatte, enger mit den Medien zusammen zu arbeiten. Ebenfalls als Redner begrüßten die Pegida-Teilnehmer Silvio Rößler, der die Legida-Versammlungen in Leipzig leitet. Der 51-Jährige betonte in seiner Rede, dass die Zwistigkeiten zwischen Pegida und Legida beigelegt seien und man als eine Gemeinschaft zusammen agiere. Noch am Montag hatte Pegida angekündigt, sich klar von dem Leipziger Ableger zu distanzieren. Das scheint jetzt vom Tisch.

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Eindrücke der Pegida-Kundgebung und der Gegenveranstaltung am 25. Januar im Dresdner Zentrum.

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Generell verliefen beide Veranstaltungen friedlich. Die Polizei war mit rund 1600 Polizisten im Einsatz. Es hätte keine nennenwerten Zwischenfälle gegeben, so ein Sprecher der Polizeidirektion Dresden. Lediglich auf der Augustusbrücke soll es einen nicht näher beschriebenen Vorfall gegeben haben, die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung. Darüber hinaus mussten Ermittlungsverfahren wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte sowie des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet werden. Insgesamt waren 1.558 Polizeibeamte im Einsatz

Nachdem es am 22. Dezember an gleicher Stelle große Probleme mit dem Zugang zur Gegendemo gegeben hatte, änderten die Beamten dieses Mal ihr Konzept und ließen nahezu alle Zugänge für beide Seiten offen. Dass dadurch aber immer wieder Pegida-Teilnehmer mitten durch die Gegendemonstranten geführt wurden, sorgte bei diesen für lautstarken Unmut.

Am Montag vor zwei Wochen hatte Pegida nach Polizeiangaben etwa 25.000 Menschen auf die Straße gebracht, so viele wie noch nie. In der vergangenen Woche waren wegen einer Terrordrohung von Islamisten gegen den inzwischen zurückgetretenen Pegida-Chef Lutz Bachmann alle Veranstaltungen in Dresden abgesagt worden. Nun zog Pegida die ursprünglich für Montag angekündigte Kundgebung vor, um Zusammenstöße mit Gegendemonstranten zu vermeiden, wie es hieß. Vor allem aber ist für diesen Montag unter dem Motto „ Offen und bunt - Dresden für alle“ ein Konzert gegen Fremdenfeindlichkeit mit Künstlern wie Herbert Grönemeyer angekündigt. Pegida-Anhänger sollten sich „dieses kostenlose kulturelle Großerlebnis nicht entgehen lassen müssen“, erklärten die Pegida-Organisatoren.

Es war die erste Kundgebung seit dem Rücktritt des Pegida-Gründers Lutz Bachmann. Er hatte am vergangenen Mittwoch alle Ämter bei Pegida niedergelegt, nachdem ein Selfie mit „Hitler-Bärtchen“ und Facebook-Posts mit menschenverachtenden Bezeichnungen für Ausländer bekanntgeworden waren. Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittelt wegen des Verdachts der Volksverhetzung gegen den 41-Jährigen.

ste/dpa

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