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Politiker verurteilen gewaltvolle Proteste gegen Asylsuchende in Zeltstadt - „Dresden für alle“ unterstützt Flüchtlinge

Politiker verurteilen gewaltvolle Proteste gegen Asylsuchende in Zeltstadt - „Dresden für alle“ unterstützt Flüchtlinge

Sachsens Regierung hat die Gewalt und Übergriffe im Zusammenhang mit dem Dresdner Zeltlager für Flüchtlinge scharf verurteilt. „Angegriffene DRK-Mitarbeiter und Körperverletzungen gegenüber Menschen, die Flüchtlinge willkommen heißen, sind nicht hinzunehmen.

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Gewaltbereite Neonazis hatten am Freitagabend unter anderem mit einer Warnbake geworfen.

Quelle: DNN

Hier werden Grenzen überschritten“, sagte Staatskanzlei-Chef Fritz Jaeckel (CDU) am Samstag der Deutschen Presse-Agentur: „Diejenigen, die das tun, werden wir unerbittlich verfolgen und zur Rechenschaft ziehen.“

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Am späten Abend erreichten dann die ersten rund 300 Asylsuchenden das Gelände. Sie wurden von rund 50 Unterstützern sowie rund einem Dutzend Rassisten empfangen.

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Jaeckel appellierte an die Dresdner, die Flüchtlinge willkommen zu heißen: „Zeigen Sie Menschlichkeit! Bund und Länder arbeiten derzeit an Maßnahmen die das Asylverfahren beschleunigen sollen. Ich erwarte hierzu im Frühherbst Ergebnisse.“

„Es ist unerträglich, wie die NPD und andere rechtsextreme Gruppierungen die gestrige Ankunft von 500 Flüchtlingen aus Syrien missbrauchen, um Hetze und Hass zu verbreiten, dabei auch vor Gewalttaten nicht zurückschrecken“, erklärte der Dresdner CDU-Chef und Landtagsabgeordnete Christian Hartmann. Es sei ein trauriges Bild, dass syrische Kriegsflüchtlinge und Helfer in Dresden von der Polizei beschützt werden müssen.

Grüne: Polizei unterschätzte Gefahr

Die Grünen im sächsischen Landtag sehen in den Anti-Asylprotesten eine großes Gefahr. „Die gestrigen Angriffe haben erneut gezeigt, welches Gewaltpotenzial in der Hetze gegen Asylbewerber in Sachsen steckt“, erklärte der Abgeordnete Valentin Lippmann. Die Polizei habe die Lage offenbar vollkommen unterschätzt: „Die rechten Ausschreitungen waren im Bereich des Wahrscheinlichen. Unter den Teilnehmern der rechten Demo befanden sich unter anderen ein erheblicher Teil gewaltaffiner Hooligans. Das Versammlungsgeschehen nur mit einer minimalen Polizeipräsenz abzusichern war mehr als fahrlässig und unverantwortlich.“ Nach Ansicht von Lippmann wirkten die Beamten vor Ort während und nach den Übergriffen stellenweise mit der Situation überfordert. Sie hätten sichtlich Schwierigkeiten gehabt, mit der geringen Zahl an Kräften die Lage unter Kontrolle zu bekommen. „Dass kurzfristig keine Verstärkung zur Verfügung stand, konterkariert überdies vollkommen die Aussagen des Innenministeriums, für eine ausreichende Polizeipräsenz vor Ort zu sorgen.“ Er hoffe, dass nach den gestrigen Ereignissen im Innenministerium und der Polizeiführung die Erkenntnis einsetzt, dass die Anti-Asylproteste ein massives Gefahrenpotenzial darstellen. Am Sonnabend teilte die Polizei mit, dass rund 50 Beamte am Freitag im Einsatz waren.

Netzwerk „Dresden für alle“ unterstützt Flüchtlinge

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Eric Hattke, Sprecher des Dresdner Bündnis "Dresden für alle".

Quelle: dpa

Das Netzwerk „Dresden für alle“ hilft Flüchtlingen in der neu errichteten Zeltstadt in Dresden. „Wir möchten so gut es geht die Einsatzkräfte vor Ort unterstützen“, erklärte Sprecher Eric Hattke am Samstag. Momentan werde eine Kinderbetreuung in der Zeltstadt organisiert. Außerdem soll der Bedarf an Spenden ermittelt werden. „Wir bitten vorerst von Sachspenden abzusehen, bis wir wissen, worin der genaue Bedarf besteht“.  Vor allem suche man Dolmetscher in den Sprachen Urdu, Hindi, Tigrinisch und Arabisch. Dolmetscher könnten eine Nachricht an die Facebook-Seite des Netzwerkes schreiben. Gleiches gelte für alle, die sich engagieren wollen. In einer Koordinierungsstelle im Gebäude des DRK könnten Bürger erfahren, wie sie Hilfe leisten können.

Am Freitagabend hatten Rechtsextreme Teilnehmer einer Kundgebung vor dem Zeltlager attackiert und dabei drei Menschen verletzt. Bereits am Donnerstagabend waren Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes von Asylgegnern beim Aufbau der Zeltstadt behindert und in einem Fall auch bedroht worden.

dpa

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