Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 2 ° Regen

Navigation:
Google+
Pötzsch schmeißt hin - Tourismusverein wählt vorzeitig neuen Vorstand

Pötzsch schmeißt hin - Tourismusverein wählt vorzeitig neuen Vorstand

Der Tourismusverein Dresden (TVD) will mit vorgezogenen Vorstands-Neuwahlen verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen. "Der TVD plant einen Neubeginn", sagte TVD-Chef Jeffrey Pötzsch.

Voriger Artikel
Den Lösungen auf der Spur wie Sherlock Holmes - Preisträger Shouryya Ray liebt die Logik
Nächster Artikel
231.000 Menschen in Sachsen arbeitslos – Dresden vermeldet Quote von 9,6 Prozent

Schmeißt hin: Jeffrey Pötzsch

Von RALF REDEMUND

Statt im November werde im Mai vorzeitig neu gewählt, sagte Pötzsch, der das Handtuch wirft und nicht mehr antritt.

Der eloquente Noch-TVD-Boss räumte nach der zweiten außerordentlichen TVD-Mitgliederversammlung binnen zweier Wochen ein, dass es Kommunikationsdefizite mit den Dresdner Stadträten gegeben habe. Das sei vor 109 TVD-Mitgliedern im Hotel Taschenbergpalais Kempinski im Beisein von Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) offen angesprochen worden, sagte Pötzsch.

Wegen der Ungereimtheiten um das Finanzdesaster der Zwingerfestspiele, die von der DTG-Tochterfirma Dresden Event GmbH (DEG) veranstaltet wurden, hatte der städtische Wirtschaftsausschuss einstimmig den Dienstleistungsvertrag zwischen Stadt und DTG gekündigt. Ansonsten hätte sich der Vertrag automatisch um vier Jahre und jährlich 900 000 Euro Zuschuss ab April 2013 verlängert. Jetzt wird es im Sommer eine Neuausschreibung geben, an der sich der TVD wieder beteiligen kann "und wird", wie Pötzsch betonte.

Pötzsch ist nicht das erste Vorstandsmitglied, das vorzeitig aufhört. Burkhard Ehlen, Chef des Verkehrsverbunds Oberelbe (VVO), hatte Anfang März die Reißleine gezogen und seinen Vorstandsposten zur Verfügung gestellt. Offiziell hieß es, es drohe ein Interessenkonflikt, wenn die DTG Insolvenz anmelden müsse, weil der VVO vertraglich eng mit der DTG verbandelt sei. Inoffiziell trat zunehmend zu Tage, dass der VVO weitaus mehr in die Finanzkapriolen der DTG und der Zwingerfestspiele verstrickt gewesen ist, als bislang zugegeben wurde. Letztlich ursächlich für die finanziellen Kalamitäten der DTG ist das finanziell desaströse Abschneiden der Zwingerfestspiele, deren Durchführung Pötzsch, aber auch Ehlen als TVD-Vorstand zu veranworten hat.

Pötzsch wiederum wies offiziell jeden Zusammenhang mit "den Entwicklungen des letzten Jahres" zurück. Er trete aus "privaten und persönlichen Gründen" nicht wieder an. Seine Entscheidung habe auch nichts mit der Neuausrichtung des TVD zu tun. Die finanzielle Schieflage habe lediglich mit den Personalentwicklungen in DTG und DEG zu tun, sagte DTG-Chef Ralph Sander nebulös - und erwähnte mit keinem Wort, dass der Internetauftritt 2011 längst vergangene Ereignisse beworben hatte, dass es finanziellen und personellen Austausch zwischen DTG und DEG gegeben hatte, um die Zwingerfestspiele zu unterstützen. Stattdessen forderte Sander die Dresdner Stadtspitze forsch auf, "ihre bisherige nebulöse Kritik zu konkretisieren".

Letztlich folgte die TVD-Versammlung dem Vorschlag des Vorstands, ein Viertel der DTG an die Heidelbergerin Angelika Bettenhausen zu veräußern. Dazu wird das Stammkapital der DTG um 50 000 Euro erhöht. TVD-Gremien steuern 31 250 Euro bei, Bettenhausen den Rest. Damit soll die Insolvenz verhindert werden (DNN berichteten).

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.03.2012

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
21.11.2017 - 17:46 Uhr

Bis der Platz tatsächlich steht, werden aber noch einige Jahre ins Land gehen. Radebeuls Bürgermeister rechnet in etwa fünf Jahren mit dem Baubeginn.

mehr
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.