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Podemus beherbergt 16 minderjährige Flüchtlinge

Dresdner Westen Podemus beherbergt 16 minderjährige Flüchtlinge

Der 150-Seelen-Ort Podemus, der zur Ortschaft Mobschatz gehört, ist zur neuen Heimat von 16 sogenannten unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen geworden. Die Kinder, die vor allem aus Syrien und Afghanistan stammen, werden im früheren "Hotel de bücke Dich" untergebracht.

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Die einzelnen Kinder und Jugendlichen sollen durchschnittlich zwei Jahre in der Einrichtung leben.

Quelle: dpa

Dresden. Der 150-Seelen-Ort Podemus, der zur Ortschaft Mobschatz gehört, ist zur neuen Heimat von 16 sogenannten unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen geworden. Die Kinder, die vor allem aus Syrien und Afghanistan stammen, werden im früheren "Hotel de bücke Dich" untergebracht. Seit dem 1. Dezember ist der Träger "Natürliches Erleben" Besitzer des Gebäudes, das über 13 Einzelzimmer, 13 Doppelzimmer und zwölf Dreibettzimmer verfügt. Eingezogen sind die jungen Flüchtlinge bereits Anfang November.

Am kommenden Sonnabend bietet der Verein in dem Gebäude am Podemuser Ring 5 von 14 bis 18 Uhr einen Tag der offenen Tür an, an dem interessierte Dresdnerinnen und Dresdner die Einrichtung, die Kinder und Jugendlichen sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kennenlernen können.

Der Verein will in dem Gebäude nicht nur ausländische Kinder und Jugendliche betreuen, sondern es soll eine interkulturelle Wohngruppe entstehen, in der auch deutsche Kinder aufgenommen werden, die aus verschiedensten Gründen nicht im Haushalt ihrer Eltern leben können. Die Kinder und Jugendlichen aus verschiedenen Kulturen würden miteinander leben und gegenseitig voneinander lernen, so der Verein. Je nach Alter und Entwicklungsstand würden die Bewohner die Schule oder eine Ausbildung besuchen. Manche würden auch direkt in Podemus tätig sein und gemeinsam Projekte verwirklichen.

Die einzelnen Kinder und Jugendlichen sollen durchschnittlich zwei Jahre in der Einrichtung leben. "Für die ausländischen Jugendlichen haben wir einen Integrationskurs eingerichtet, in dem sie neben der deutschen Sprache auch die Rechtsgrundlagen vermittelt bekommen, wie wir in Deutschland miteinander leben", teilte der Verein mit.

Mehrere Einwohner des Ortes haben bereits Patenschaften für Flüchtlingskinder übernommen. Andere äußerten Bedenken gegen die Einrichtung. Heftig kritisiert wurde in dem Ort die Informationspolitik der Stadtverwaltung: Erst kurz bevor die ersten neuen Bewohner ihr Zuhause bezogen, waren die Einwohner über ihre neuen Nachbarn informiert worden. Und zwar nicht von der Stadtverwaltung, sondern vom Ortsvorsteher Maximilian Vörtler (CDU), der von Haustür zu Haustür ging und versuchte, mit den Einwohnern von Podemus ins Gespräch zu kommen.

Thomas Baumann-Hartwig

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