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Plattenbauschule mutiert zur Wohnanlage - In Gorbitz entstehen 23 familiengerechte Maisonette-Wohnungen

Plattenbauschule mutiert zur Wohnanlage - In Gorbitz entstehen 23 familiengerechte Maisonette-Wohnungen

Dieses Bauprojekt ist bisher einmalig in Dresden und sehenswert: Architekt Roland Gelke - eigentlich gebürtiger Schwabe, aber nun schon seit 15 Jahren in Dresden zu Hause - baut gegenwärtig in Gorbitz eine ehemalige Plattenbau-Schule in eine idyllische, von Grün umgebene Wohnanlage um.

Von Catrin Steinbach

Entstehen sollen 23 für Familien mit Kindern konzipierte Eigentumswohnungen mit Größen zwischen 67 und 139 Quadratmetern.

Der Quadratmeterpreis liegt bei rund 1700 Euro. Für eine 68-qm-Wohnung wären das demnach (abhängig von der Ausstattung) 115 600 Euro, für eine 133-qm-Wohnung 226 100 Euro. Sechs Wohnungen hat Gelke bereits verkauft. In eine wird er selbst mit seiner Familie einziehen. Die ersten Wohnungen können voraussichtlich im Frühjahr 2013 bezogen werden. "Spätestens im Frühjahr 2014 will ich komplett fertig sein", plant der Bauherr.

Abhängig ist das allerdings davon, wie die Wohnungen an den Mann bzw. die Frau gebracht werden. Und das ist offenbar gar nicht so einfach, obwohl der Quadratmeterpreis weit unter dem städtischen Durchschnitt von 2590 Euro liegt. "Es ist extrem schwierig, die Leute dazu zu bringen, sich das Objekt wenigstens mal anzusehen", erzählt Gelke.

Denn für viele ist Gorbitz ein hässliches Plattenbauviertel, ein Synonym für sozialen Abstieg. Auch der diese Woche veröffentlichte Bildungsbericht (DNN informierte) schlägt in diese Kerbe. Denn ein Fazit ist, dass Dresdner, die in den "besseren Vierteln" auf dem Weißen Hirsch, in Pappritz oder in Plauen aufwachsen, später weitaus bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben als jemand, der in Gorbitz, Leuben, Reick oder Prohlis groß geworden ist.

Doch das gesamte Stadtgebiet über einen Kamm zu scheren wäre fatal. In Gorbitz ist einiges geschehen. Erinnert sei an die schicke Kräutersiedlung. Und auch das Gebiet zwischen Braunsdorfer- und Rudolf-Renner-Straße ist ein friedliches, bürgerliches Viertel mit zahlreichen Eigentumswohnungen und viel Grün.

"An die Südost-Seite des 7200 Quadratmeter großen ehemaligen Schulgrundstückes grenzt eine große Schrebersiedlung, an der Nordwestseite fließt der Gorbitzbach. Es ist hier schon fast wie in einem Park", wirbt der Bauherr für sein Projekt. "Zudem gehört zu jeder Wohnung ein Gartenteil und es gibt eine große Grünfläche, die gemeinsam genutzt werden kann." Für die Pkw der künftigen Wohnungseigentümer entstehen Carports und im großzügigen Keller viele Abstellräume.

Nach dem Umbau wird die einstige Plattenbauschule, die zuvor sieben Jahre lang leer stand, nicht mehr wiederzuerkennen sein. Gelke lässt ein Obergeschoss des Schultyps "Dresden" zurückbauen. Auch die drei Verbindungsgänge zwischen den beiden ehemaligen Schulgebäuden werden abgerissen. "Die Idee ist, die Wohnungen nebeneinander anzuordnen. Dadurch entstehen ausschließlich Maisonettewohnungen. Jede hat - wie in einem Reihenhaus - einen separaten Zugang von draußen auf der einen Seite und eine kleine Terrasse auf der anderen." Um etwas mehr Platz im Inneren zu schaffen, wird in der Breite angebaut. Die Fassade gestaltet der Architekt wellenförmig und verkleidet sie mit Holz.

Zudem werde die Energiebilanz u.a. durch dreifach verglaste Fenster, kontrollierte Be- und Entlüftung "fast doppelt so gut sein, wie im Moment für Neubauten verlangt", verspricht der Bauherr. "Wir erreichen KfW55-Standard, man kann also beim Kauf der Wohnung KfW-Mittel beantragen". Auch Zisternen zur Regenwassernutzung sind vorgesehen.

www.wohnen-am-gorbitzbach.de; Baustellencafé am 22.9., 13-16 Uhr im Foyer der alten Schule

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14.09.2012

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