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Plagiatsvorwurf gegen Professorin der TU Dresden - Prüfung läuft

Plagiatsvorwurf gegen Professorin der TU Dresden - Prüfung läuft

Eine Junior- oder Nachwuchsprofessorin für Kommunikation und Medien an der Technischen Universität soll in ihrer Doktorarbeit vom vorigen Jahr heimlich von anderen Autoren abgeschrieben haben.

Diesem Vorwurf geht jetzt der Beauftragte für gute wissenschaftliche Praxis und Fehlverhalten an der Universität Duisburg-Essen nach, wo die Psychologin mit einer Dissertation über "soziale Medien" im Internet (wie etwa Facebook) promoviert wurde. Auch die Sprecherin der TU Dresden, Kim-Astrid Magister, erklärt, man kümmere sich bereits "um die Lösung des Problems". Besonders pikant ist dabei, dass die Nachwuchswissenschaftlerin ausgerechnet eine Stiftungsprofessur von einem sächsischen Medienunternehmen, also privater Geldgeber bekleidet. Die betroffene Hochschullehrerin selber war für eine Stellungnahme gestern nicht erreichbar.

Den Anstoß zu den laufenden amtlichen Untersuchungen gab ein Stichproben-Gutachten des internationalen Plagiat-Detektivs Stefan Weber, das dieser Zeitung vorliegt. Weber ist selber promovierter Medienwissenschaftler und Privatdozent an der Uni Salzburg. So stieß er aus reinem Fachinteresse auch auf die fragliche Dissertation. Nach seinen Befunden hat die Autorin zum Beispiel Fremdtexte aus dem Internet-Nachschlagewerk Wikipedia übernommen, ohne sie als wortwörtliche Übernahmen zu zitieren. Sollte der Doktortitel wegen wissenschaftlichen Fehlverhaltens aberkannt werden, wird die Professorenstelle in Dresden frei für Neubewerber.

Wie die Uni-Sprecherin weiter sagte, habe die Junior-Professorin sie gebeten, für eventuelle Anfragen zur Verfügung zu stehen. "Nachdem die Vorwürfe am Wochenende bekannt wurden, hat die Universitätsleitung der TU Dresden sich umgehend mit der betroffenen Junior-Professorin in Verbindung gesetzt und sie um eine Stellungnahme gebeten", erläuterte Magister. Da die kritisierte Dissertation nicht an der TU Dresden angefertigt wurde, werde zunächst die Universität Duisburg-Essen, an der die Promotion erfolgte, die Vorwürfe prüfen. Die TU Dresden erwarte eine zeitnahe und wissenschaftlich fundierte Klärung des Sachverhalts. "Bis dahin gehen wir davon aus, dass unserer Kollegin keine gravierenden Fehler bei der Anfertigung ihrer Doktorarbeit unterlaufen sind", sagte die TU-Sprecherin. Hermann Horstkotte

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.07.2012

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