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Pinguine, so weit das Auge reicht: Universität sucht Freiwillige zum Auswerten von Fotos

Pinguine, so weit das Auge reicht: Universität sucht Freiwillige zum Auswerten von Fotos

Die Möglichkeiten, am Tag für ein paar Minuten zu entspannen, sind heutzutage vielseitig und zum Teil sehr ungewöhnlich. Immer mehr Menschen nutzen ihre freie Zeit, um der Wissenschaft auf eine ganz besondere Weise zu helfen.

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Beim Auswerten von Pinguinfotos bekommen freiwillige Helfer faszinierende Einblicke ins Leben der Vögel.

Quelle: PR

Sie zählen Pinguine. Dafür ist keine Reise in die Antarktis nötig, denn das Zählen findet vor dem heimischen Computer statt. Diesem sinnvollen Zeitvertreib geht auch der 21-jährige Stephan aus Dresden nach. Und damit ist er längst nicht der Einzige. Etwa 14 000 Menschen haben sich kostenlos auf der Internetseite registriert und unterstützen damit ein wissenschaftliches Projekt der Oxford Universität. Seit drei Jahren sind über 50 Kameras zur Erfassung der Pinguinbestände in der Antarktis aufgestellt worden. Da es bisher kein Computerprogramm gibt, dass zuverlässig die ausgewachsenen Pinguine, Pinguinküken und gelegten Eier auf den Fotos markiert und zählt, setzen die Wissenschaftler auf freiwillige Helfer.

Die Anmeldung ist einfach, nur ein Nutzername und ein Passwort müssen festgelegt werden. Dann beginnt das Zählen. Nach einem kurzen Einführungsprogramm sehen die Freiwilligen Fotos der Antarktiskameras und können mit unterschiedlichen Farben die Pinguine markieren. Bei Bildern mit sehr vielen Tieren oder in der Dunkelheit geschossenen Aufnahmen kann das zum Teil sehr knifflig sein. Dazu gibt es auf der Website ein Diskussionsforum. Um wirklich keinen Pinguin zu übersehen, wird jedes Foto mehreren Menschen zum Zählen gezeigt. Einige Bilder zeigen gar keine Tiere, andere sind überfüllt von Pinguinen und anderen antarktischen Tieren. Dadurch wird das Zählen nicht langweilig. Durch die große Unterstützung sind inzwischen mehr als 1,4 Millionen Bilder analysiert worden. Doch immer noch senden die Kameras täglich Tausende neue Fotos. Dadurch erhoffen sich die Wissenschaftler, langfristig eine bessere Kenntnis über die Arten zu erlangen und mögliche Veränderungen im Leben der Pinguine durch den Klimawandel und menschliche Einflüsse frühzeitig erkennen zu können.

Mitmachen und somit Einblick in das Familienleben der Vögel bekommen kann jeder, der sich auf der Internetseite www.penguinwatch.org registriert.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 25.02.2015

Sophie Stula

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