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Pillendrehen auf hohem Niveau - Dresdner Familienunternehmen Apogepha rüstet auf

Pillendrehen auf hohem Niveau - Dresdner Familienunternehmen Apogepha rüstet auf

Das Dresdner Pharmaunternehmen Apogepha hat in den vergangenen drei Jahren rund neun Millionen Euro in neue Fertigungstechnologien investiert.

Dresden.

Gestern wurden die neuen Anlagen offiziell eröffnet. Der Medikamenten- hersteller, der 187 Mitarbeiter beschäftigt und im vergangenen Jahr über 31 Millionen Euro Umsatz erzielte, will so in der Produktion unabhängig bleiben und sich an die steigenden Qualitätsanforderungen auf dem internationalen Markt anpassen.

Bevor sich die Tür, die die Tablettenfabrik hermetisch abriegelt, öffnet, müssen Besucher in einen Overall steigen und sich gründlich die Hände waschen. Drinnen ist alles weiß. Die blank polierten Edelstahlapparaturen vermitteln dem Besucher das Gefühl, durch die Kulisse eines Science-Fiction-Films zu wandeln. Nur wenige Arbeiter, hier Pharmakanten genannt, stehen zwischen den Geräten. Sechs Menschen pro Schicht reichen in dem hoch automatisierten Arbeitsablauf aus, damit jährlich rund 200 Millionen Pillen für die Anwendung in der Urologie die Reinräume verlassen. Künftig könnten es noch mehr Medikamente werden.

Die Apogepha GmbH hat aufgerüstet und will insbesondere ihr erfolgreichstes Präparat Mictonorm Uno, das jetzt schon in Deutschland und 20 anderen Ländern gegen Harninkontinenz verschrieben wird, auf dem chinesischen- und dem US-amerikanischen Markt vertreiben. "Unser Exportanteil beträgt derzeit 31 Prozent. Wir wollen diese Quote erhöhen. Allerdings fordert gerade der Vertrieb in den USA andere Standards als in Deutschland", sagt Apogepha-Geschäftsführer Markus Bauer. Dafür musste sein Unternehmen das gesamte Reinraum-Konzept umstellen. Nun herrscht nicht mehr allein in den Reinräumen Überdruck. Auch der Flur wird mit Luftdruck steril gehalten, um die neusten internationalen Standards einzuhalten, die ab 2017 auch in der Europäischen Union gelten.

Darüber hinaus hat das Unternehmen in ein Herstellungsverfahren investiert, das eine sogenannte Aufbaupelletierung ermöglicht. So können Tabletten in mehreren Schichten um einen Kristallisationskern aufgebaut werden. Die Patienten müssen das Medikament so nur einmal täglich einnehmen, da sich die Schichten kontrolliert auflösen. Eine ebenfalls neu angeschaffte Kapselmaschine überprüft jede einzelne Tablette auf die richtige Füllmenge.

"Wir brauchen moderne Fertigungsstrategien, um den neuesten Entwicklungen in der Forschung Rechnung zu tragen und auch langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Wir haben den festen Willen, gegen den Trend zu schwimmen und weiterhin selber zu produzieren. Nur so können wir die nötige Flexibilität am internationalen Markt aufrecht erhalten", begründet die Geschäftsführende Gesellschafterin Henriette Starke die Investitionen.

Die Neuanschaffungen wurden zu 38 Prozent durch den Freistaat gefördert.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.09.2013

Hauke Heuer

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