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Pikante Umstände zu Zwingerfestspielen

Pikante Umstände zu Zwingerfestspielen

Das hat einen faden Beigeschmack: Ausgerechnet die Mitarbeiterin im Geschäftsbereich von Dresdens Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP), die sich als Referentin für Kommunalwirtschaft um die Dresdner Tourismus-Betriebe kümmert, hat der in Schieflage geratenen Dresden Event GmbH (DEG) - dem Veranstalter der Zwingerfestspiele - 15 000 Euro als Darlehen gegeben.

Von Ralf Redemund

Das geht aus DNN-Informationen hervor.

Bärbel von Alt-Stutterheim, einst rechte Hand des früheren Sozialbürgermeister Tobias Kogge (CDU), vertritt nun Hilbert nicht nur im Vorstand des Tourismus-Verbandes Dresden (TVD). Pikanter ist vielmehr: Ihr untersteht die Zuschussvergabe an die Dresden Tourismus Gesellschaft (DTG), der wiederum die DEG gehört. Und: Die erneute Zuschussvergabe von rund 900 000 Euro steht bevor.

Damit ist die dubiose Situation der Zwingerfestspiel-Veranstalter um eine bizarre Facette reicher geworden. Natürlich könne Frau von Alt-Stutterheim mit ihrem Privatgeld machen, was sie wolle. Aber in der Position, in der sich die Tourismus-Fachfrau befinde, sei das nicht sehr geschickt, heißt es aus Rathaus-Kreisen. Der Hilbert-Geschäftsbereich selbst war gestern für Nachfragen nicht mehr erreichbar.

Allerdings ließ Hilbert zuvor auf eine DNN-E-Mail-Anfrage hin schriftlich dementieren, dass die DTG vorzeitig den Zuschuss-Vertrag verlängert haben will, um Liquiditätsengpässe der Firma mit städtischem Geld zu schließen. Es gebe lediglich einen Dienstleistungsvertrag über die Erbringung von Dienstleistungen in dem Bereich Tourismus-Service. Über den Zuschuss müsse der Stadtrat nicht noch einmal abstimmen, hieß es. Der Auszahlungsmodus soll auch nicht von derzeit monatlich auf jährlich umgestellt werden, so die Stadt. Ebenfalls wurde dementiert, dass Von Alt-Stutterheim selbstständig über den Modus der Zuschussvergabe entscheiden könne.

Anders als von DEG- und DTG-Chef Ralph Sander angekündigt, liegt bis heute keine Abschluss-Bilanz der Zwingerfestspiele vor, die bereits am 21. August 2011 zu Ende gegangen sind. Auch inwieweit Sander sich überhaupt einmal um die strategische Ausrichtung der DTG kümmern konnte, ist bislang unklar. Jedenfalls gab es DNN-Informationen nach dazu bislang auf Chef-Ebene keine Gespräche mit der Dresden Marketing GmbH, die die Stadt werbetechnisch vermarktet. In jedem Fall wird es auf der Mitgliederversammlung des Tourismus-Verbandes am 9. November wohl jeden Menge Fragen an Sander & Co. geben.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.10.2011

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