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“Phideon“ verunsichert Dresdner Phaeton-Bauer

Neue Premium-Limousine von VW “Phideon“ verunsichert Dresdner Phaeton-Bauer

Volkswagen hat am Dienstag in Genf mit dem „Phideon“ eine neue Luxuslimousine vorgestellt, die in China gebaut werden soll. Der Oberklasse-Wagen ähnelt nicht nur dem Namen nach dem in Dresden gebauten und zuletzt erfolglosen Phaeton. Der läuft nun Ende März zum letzten Mal vom Band. Der neue Luxusliner sorgte für einigen Wirbel.

VW baut die neue, 5,05 Meter lange Limousine „Phideon“ in China – und nur für den chinesischen Markt.
 

Quelle: Volkswagen

Dresden/Genf.  Die neue Oberklasse-Limousine von Volkswagen hat am Dienstag in Dresden für etwas Aufregung in der Gläsernen Manufaktur gesorgt. Grund: Der beim Genfer Autosalon für den chinesischen Markt vorgestellte „Phideon“ ähnelt dem Phaeton nicht nur namentlich. Gerüchte sahen deshalb den neuen Luxusliner schon als Ablösung für den erfolglosen Phaeton, der in seiner jetzigen Form Ende März zum letzten Mal vom Band rollt.

Von April an werden nun rund zwei Drittel der 503 Mann starken Stammbelegschaft in andere sächsische VW-Werke pendeln, die meisten nach Zwickau (DNN berichteten). Sie überbrücken damit eine Zeit, in der Volkswagen für das Dresdner Werk ein „alternatives Fertigungskonzept“ sucht, wie der Sprecher der Gläsernen Manufaktur, Carsten Krebs, auf Anfrage sagte. Er trat Gerüchten vehement entgegen, die den Phaeton schon beerdigt sehen und an eine Neuauflage als Elektroauto 2019 nicht mehr glauben. „Das ist völlig unbegründet“, erklärte er. Der „Phideon“ bediene ein ganz anderes Segment, nämlich das zwischen Passat und Phaeton. Er vervollständige also das Portfolio von Volkswagen.

Nach dem Auslaufen der Phaeton-Produktion werde der Standort Dresden umgebaut. „Die Gläserne Manufaktur bleibt für Besucher, Veranstaltungen und Fahrzeugauslieferung und -aufbereitung weiterhin geöffnet. Wichtig: Der Dresdner Standort ist und bleibt fester Bestandteil der Volkswagen Familie“, so Krebs.

Der 5,05 Meter lange „Phideon“ wird vom dritten Quartal an im VW-Werk im chinesischen Anting gebaut. Entwickelt wurde er in Deutschland in Zusammenarbeit mit dem chinesischen Partner SAIC. Inspiriert ist das Kunstwort Phideon unter anderem von Fides, der römischen Göttin der Treue. Die sportliche Silhouette des Phideon mit der abfallenden Dachlinie ist klar die Fortsetzung des C Coupé GTE, das VW 2015 in Shanghai gezeigt hatte. Auffällig sind die kurzen Überhänge vorne und hinten. VW-Chefdesigner Klaus Bischoff bezeichnet den Phideon als „Avantgardemodell für stilbewusste chinesische Kunden.“

Das Topmodell hat Allradantrieb und wird von einem Dreiliter-6-Sechszylinder mit 300 PS angetrieben. Alternativ stehen ein Vierzylinder-Turbo und später ein Plug-in-Hybrid zur Auswahl.

Von Barbara Stock

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