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Peta-Protest an der TU Dresden: Hochschule dementiert Vorwürfe

Tierschutz Peta-Protest an der TU Dresden: Hochschule dementiert Vorwürfe

Die Tierschutzorganisation Peta hat am Donnerstagnachmittag an der TU Dresden gegen den Einsatz von Tieren in der Forschung protestiert. Peta fordert, Experimente an Mäusen, Ratten und anderen empfindsamen Lebewesen aus dem Lehrplan zu streichen. Das sei Tierquälerei. Die TU dementierte die Vorwürfe jedoch umgehend.

Peta-Protest gegen den Einsatz von Tieren an der TU Dresden.
 

Quelle: dpa-Zentralbild

Dresden.  Die Tierschutzorganisation Peta hat am Donnerstagnachmittag an der TU Dresden gegen den Einsatz von Tieren in der Forschung protestiert. Peta fordert, Experimente an Mäusen, Ratten und anderen empfindsamen Lebewesen aus dem Lehrplan zu streichen. Das sei Tierquälerei. „Studierende sollten für einen Universitätsabschluss nicht über Leichen gehen müssen“, so Aktionskoordinatorin Alena Thielert.

Die TU Dresden dementierte die Vorwürfe jedoch: Anders als von Peta behauptet, würden an der TU in der Ausbildung der Mediziner und Zahnmediziner weder Tierversuche noch Maßnahmen an lebenden Tieren durchgeführt, hieß es. „Es wird nach strengsten Vorschriften und Regularien der für Forschung und Lehre zuständigen Gremien agiert.“

Die Ausbildung in der Medizin erfordere umfangreiche Kenntnisse des Aufbaus von Organismen, insbesondere von Säugetieren und des Menschen sowie Kenntnisse im Bereich der Präparation. Nicht alles lasse sich an Modellen lernen. Daher sei es nicht möglich, auf das Sezieren von Tieren – in der Regel Mäuse – im Medizinstudium zu verzichten.

„Das wird jedoch auf das absolut notwendige Maß beschränkt und findet unter keinen Umständen am lebenden Organismus statt. Zudem wird kein Tier speziell für diesen Zweck getötet. Es kommen Karpfen zum Einsatz, die für den Verzehr vorgesehen sind, sowie Mäuse, die im Rahmen der Forschung an der Einrichtung getötet werden mussten“, stellte die TU Dresden klar.

„Pro Jahr werden circa 120 Mäuse im Praktikum präpariert, die vorher im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften eingeschläfert wurden“, erläutert Angela Hübner, Studiendekanin Medizin an der Medizinischen Fakultät. Zudem, so Hübner, sei die Teilnahme daran nicht verpflichtend für Studenten. Es werde also kein Student gezwungen, ein Tier zu präparieren.

Weiterhin werden in einem Praktikum zur Skelettmuskulatur pro Jahr rund 110 Speisekarpfen verwendet. Alle Präparate werden laut TU-Mitteilung von einheimischen Speisefischen gewonnen. Genutzt werden Herz, Unterkiefernerv und Brustflossenmuskel, die in der Regel nicht verspeist werden. Der Rest wird als Nahrungsmittel verwendet.

Von S. Lohse

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