Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -1 ° Schneeregen

Navigation:
Google+
Pentacon-Scanner weltweit gefragt

Pentacon-Scanner weltweit gefragt

Die Traditionsmarke "Pentacon" mag heute keine große Nummer mehr im Kamera-Massenmarkt sein wie noch im vergangenen Jahrhundert - doch das Unternehmen aus Dresden hat sich längst mit anderen Highend-Lösungen international einen Namen gemacht: Wo gewöhnliche Scanner versagen, da tritt nämlich Pentacon-Technik in Aktion.

Die Traditionsmarke "Pentacon" mag heute keine große Nummer mehr im Kamera-Massenmarkt sein wie noch im vergangenen Jahrhundert - doch das Unternehmen aus Dresden hat sich längst mit anderen Highend-Lösungen international einen Namen gemacht: Wo gewöhnliche Scanner versagen, da tritt nämlich Pentacon-Technik in Aktion. Restauratoren, Wissenschaftler und Archivare in aller Welt nutzen hochauflösende Pentacon-Scanner zum Beispiel, um neue Pflanzenarten zu identifizieren, Kulturschätze für die Nachwelt zu digitalisieren oder Gemälde zu analysieren.

Von Heiko Weckbrodt

Gleißendes Licht empfängt den Besucher im Scanner-Testlabor: Wie mit Sonnenkraft strahlen mannshohe Leuchtbäume ein Testmuster an der Wand an, das ein wenig an die alten Sendeschluss-Standbilder aus früheren Fernseh-Zeiten erinnert. Ingenieur Jörg Steier richtet sorgfältig seine "Pentacon 6000" auf das Wandbild aus, hier ist Präzision gefragt. "Die Auflösung reicht bis 10.000 mal 10.000 Pixel", sagt er - da kommt kein handelsüblicher Flachbettscanner mit.

Durch ihre Tiefenschärfe kann die Pentacon-Kamera - das Herzstück der mobilen Scan-Anlage - auch 3D-Objekte einlesen. Das sei etwa wichtig, wenn Herbarien eingelesen werden, erklärt Pentacon-Produktmanager Jens Krauße. Da kommt es auf jedes Detail an, denn die 3D-digitalisierten Sammlungen werden später von Botanikern als Referenz genutzt, um festzustellen, ob eine vermeintlich neu entdeckte Pflanze nicht vielleicht doch schon längst durch einen Kollegen katalogisiert wurde.

Nicht weniger genau geht es bei Museums-Kuratoren zu, die später am Bildschirm zum Beispiel jeden Pinselstrich am Werk eines alten Meisters begutachten wollen, das mit Pentacon-Scannern digitalisiert wurde. Auch spezielle Einlesevorrichtungen für alte Bücher haben die Dresdner im Programm: Die alten Wälzer können beim Scannen oft nur noch bis zu 45 Grad weit aufgeklappt werden, sonst geht die Bindung beim Scannen kaputt - dafür haben sich die Pentacon ein gewinkeltes Spiegelsystem ausgedacht. Erst kürzlich konnte das Unternehmen mit seinem Know-How einen Auftrag der japanischen Firma "Contents" an Land ziehen, die die Kunst der Edo-Zeit für die Nachwelt einscannen will (Wir berichteten).

Allerdings sind solche Highend-Lösungen nur eines unter mehreren Geschäftsfeldern von Pentacon. Einen wesentlichen Teil des Umsatzes realisiert die Firma inzwischen mit Zulieferungen für die Automobilindustrie, darunter Sensorbaugruppen. "In vielen Autos, die Sie draußen auf der Straße fahren sehen, stecken Pentacon-Teile drin", sagt Unternehmenssprecher Thomas Aurich. Auch überwachen Mikroobjektive aus Dresden in vielen Mautbrücken, Industrieanlagen und automatischen Verteilzentren die Verkehrs- und Warenflüsse.

Mit dem im Vergleich veränderten Produktionsprofil sei man allerdings auch abhängiger von der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung geworden, räumt Pentacon-Chef Michael Bledau ein. 70 Mitarbeiter hat Unternehmen heute, im vergangenen Jahr sank der Umsatz sogar leicht von 27 Millionen (2010) auf 26,5 Millionen Euro. Für dieses Jahr rechnet Bledau mit etwa gleichbleibenden Umsätzen. "Die Auftragseingänge gehen im Moment etwas nach unten", sagt er.

Mehr Infos im Netz: computer-oiger.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.04.2012

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
13.12.2017 - 13:14 Uhr

Zusammen mit der Dynamo-Giraffenbande waren die Spieler beim Süßwarenhersteller Nudossi zu Besuch und durften Plätzchen backen.

mehr
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.