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Pegida will Zahlen der Personenzählung per Münzen nicht veröffentlichen

Pegida will Zahlen der Personenzählung per Münzen nicht veröffentlichen

Nach dem umstrittenen Versuch, die Dresdner Pegida-Teilnehmer per Münz-Abgabe zu zählen, will der Verein das Ergebnis nicht veröffentlichen.

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Mit Tonnen wollte Pegida Teilnehmer zählen. Doch längst nicht jeder warf nur eine Münze in die Behälter.

Quelle: DNNOnline

Das teilte Pegida-Anwalt Jens Lorek am Dienstag gegenüber DNN-Online mit. Die Auszählung habe keine Beweiskraft, gab er zu. Daher bleibe von der Aktion jetzt eine Spendensammlung für das Tierheim Meißen. 3435,05 Euro in Münzen sowie 145 Euro in Scheinen seien zusammengekommen.

Laut Polizei waren am Montagabend rund 7700 Menschen bei Pegida, die Organisatoren selbst sprachen von mehr als 15.000. Da Pegida den offiziellen Zahlen der Polizei keinen Glauben schenkt, hatte Organisator Lutz Bachmann sich etwas ausgedacht: Am Ende der Demo-Route am Montag standen Ordner mit insgesamt vier Metall-Tonnen, in die jeder Demonstrant genau einen Gegenstand werfen sollte. Das Problem war aber: Es ließ sich nicht kontrollieren, ob sich jeder Teilnehmer daran hielt. Beobachtungen von DNN-Online ergaben, dass die Tonnen bereits zum Start der Demo gut gefüllt waren, zudem warfen zahlreiche Teilnehmer mehr als eine Münze in die Öffnungen.

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An den Protesten dagegen und dem Postplatzkonzert beteiligten sich nur wenige Dresdner.

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Lorek gab am Dienstag zu, dass die Zählung der Gegenstände keinen sicheren Schluss auf die Teilnehmerzahl zulasse. Alle Nicht-Münzen, darunter Taschentücher oder Kondome habe er daher gar nicht erst gezählt. Auf einem via Facebook geposteten Bild ist jede Menge Unrat zu sehen. Vom Fahrschein bis zum Schlagring landete offenbar alles Mögliche in den grünen Tonnen.

Laut Pegida sei zudem ein Drittel der Teilnehmer einfach an den Tonnen vorbeigelaufen. Für Lacher hatte zudem ein Video von Mopo24 gesorgt: Während Lorek dem Reporter die Zähl-Methode erklärte, hatte eine junge Frau gleich fünf Münzen eingeworfen. Laut Lorek sei dies aber keine Manipulation gewesen, es hätte sich um das Geld der Rollstuhlfahrer gehandelt. Am Ende der Demo warf aber mindestens ein Rolli-Fahrer trotzdem Geld in die Tonnen.

Dass am Montag auch ein Polizist eine Münze in die Behälter werfen ließ, sorgte am Dienstag für Ärger bei Sachsens Grünen. Deren Landesvorsitzender Jürgen Kasek sah das Neutralitätsgebot der Beamten verletzt. Die Polizisten hätten sich mit einer Demo gemein gemacht, bei der auch die vom Verfassungsschutz beobachtete „identitäre Bewegung“ offen sichtbar mitlief.

„Sympathisieren also Teile der Polizei mit Rechtsextremen, lautet die beklemmende Frage. Im besten Fall muss man davon ausgehen, dass den Beamten der Umstand und die Hintergründe der fremdenfeindlichen Pegida-Organisation mit dem vorbestraften Hitler-Imitator Bachmann unbekannt sind. Wenn das so sein sollte, haben wir einen dringenden Handlungsbedarf hinsichtlich der politischen Bildung an den Polizeischulen in Sachsen“, so Kasek.

sl

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