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Pegida wieder auf Schrumpfkurs – etwa 1200 Gegendemonstranten

Dresden Pegida wieder auf Schrumpfkurs – etwa 1200 Gegendemonstranten

Beim ersten „Montagsspaziergang“ nach der Pegida-Kundgebung zum „Geburtstag“ der Bewegung ist die Zahl der Anhänger im Vergleich zur Vorwoche um etwa die Hälfte geschrumpft. Etwa 1200 Menschen protestierten gegen Pegida.

Quelle: Arno Burgi, dpa

Dresden. Beim ersten „Montagsspaziergang“ nach der Pegida-Kundgebung zum „Geburtstag“ der Bewegung ist die Zahl der Anhänger im Vergleich zur Vorwoche um etwa die Hälfte geschrumpft. Waren am 19. Oktober noch bis zu 20.000 Demonstranten zum Pegida-Treffen gekommen, das damals aufgrund der vielen Gegendemonstrationen nur eine Standkundgebung auf dem Theaterplatz sein durfte, so waren es gestern 10.000 oder etwas mehr. So schätzte am Abend die Studentengruppe „Durchgezählt“ die Menschenmenge ein, die sich auf dem Theaterplatz versammelt hatte und anschließend durch die Stadt zog.

Etwa 10.000 Pegida-Anhänger "spazierten" durch Dresden. In Hör- und Sichtweite protestierten rund 1200 Menschen dagegen. Fotos: dpa/DNN

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Lutz Bachmann, Mitbegründer der „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ bezeichnete die Organisatoren des Sternmarschs vom 19. Oktober als „faschistisches Bündnis“ und berichtete von verletzten Pegida-Anhängern. Dabei hielt er entgegen den Ermittlungsergebnissen der Polizei auch die Behauptung aufrecht, am 19. Oktober sei ein Pegida-Anhänger mit einer Eisenstange schwer verletzt worden. Bachmann feierte gestern den Wahlsieg der Konservativen in Polen. Neben dem Pegida-Mitbegründer sprach Baal Müller, ein rechtskonservativen Schriftsteller und Publizist.

Gegen Pegida gingen laut ersten Schätzungen der studentischen Initiative "Durchgezählt" etwa 1100 bis 1300 Menschen auf die Straße. Zu dem Marsch vom Sachsen- zum Postplatz hatte die Gruppe Gepida aufgerufen – „Genervte Einwohner protestieren gegen Intoleranz Dresdner Außenseiter“. Die überwiegend jungen Leute zogen über das Terrassenufer zum Basteischlösschen und protestierten dort mit einem Pfeif-, Tröt- und Klingelkonzert gegen die Pegida-Kundgebung vor der Semperoper. Die Gepida-Anhänger riefen Sprechchöre wie „Schämt euch!“ oder „Nationalismus raus aus den Köpfen“ und sprangen gemäß der Spaß-Parole „Wer nicht hüpft, der ist Pegida“ auf und nieder. Eine Kundgebung, die die Gegendemonstranten in Sichtweite des Theaterplatzes abhalten wollten, wurde nicht gestattet.

Nachdem sich der „Montagsspaziergang“ in Bewegung gesetzt hatte, lief die Gepida-Menge zum Postplatz. Diesmal trennte nur eine Kette aus Polizei-Mannschaftswagen die beiden Demonstrationszüge voneinander. Auch auf dem Rückzug kam der Pegida-Tross wieder am Postplatz vorbei. Um - anders als am vergangenen Montag - in die Neustadt zu kommen, meldeten die Gepida-Organisatoren am Postplatz spontan eine Demonstration in Richtung Altstadt an, die auch genehmigt wurde. Die Gepida-Anhänger liefen über die Ostraallee, die Marienbrücke und die Antonstraße bis zum Schlesischen Platz am Bahnhof Neustadt.

Die Veranstaltungen blieben friedlich: Die Polizei verzeichnete während der beiden Versammlungen keine Störungen. Insgesamt 450 Polizeibeamte waren im Einsatz.

cs/DNN

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