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Pegida und Gegner kämpfen zum "Geburtstag" mit sinkendem Zuspruch

Protest erlahmt auf beiden Seiten Pegida und Gegner kämpfen zum "Geburtstag" mit sinkendem Zuspruch

Ohne Zwischenfälle ist der Demonachmittag zu Ende gegangen, dessen Anlass das zweijährige Bestehen der Pegida-Bewegung war. Die Polizei trennte die Pegidisten und ihre Gegner deutlich voneinander, so dass Protest in „Hör- und Sichtweite“ nur mittels einer Spontankundgebung auf dem Schloßplatz durchgesetzt werden konnte.

Zu Pegida kamen dieses Mal deutlich weniger als vor einem Jahr.

Quelle: dpa

Dresden. Ohne Zwischenfälle ist der Demonachmittag am Sonntag zu Ende gegangen, dessen Anlass das zweijährige Bestehen der Pegida-Bewegung war. Die Polizei trennte die Pegidisten und ihre Gegner deutlich voneinander, so dass Protest in „Hör- und Sichtweite“ nur mittels einer Spontankundgebung auf dem Schloßplatz durchgesetzt werden konnte. Pegida und die Gegner der „Patriotischen Europäer“ hatten deutlich weniger Zuspruch als von den Verantwortlichen ursprünglich avisiert. 10 000 Teilnehmer hatten Lutz Bachmann und seine Mitstreiter für die Jubiläumskundgebung auf dem Theaterplatz angemeldet. Laut der Forschungsgruppe „Durchgezählt“ kamen schließlich 6500 bis 8500 Menschen.

Zum Vergleich: Vor Jahresfrist kamen zum Pegida-Jubiläum noch zwischen 15 000 und 20 000 Menschen. Noch drastischer ist die Teilnehmerdifferenz bei den Gegnern der „besorgten Bürger“. Nicht mehr als etwa 400 waren es laut „Durchgezählt“, die sich einer Demonstration mit dem Motto „Totalitätern Weltbildern widersprechen“ und einem Umzug des Studentrats der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden angeschlossen haben. Bis zu 15000 Menschen beteiligten sich dagegen im vergangenen Jahr am Protest gegen Pegida.

Der Pegida-Geburtstag und die Gegendemos am 16. Oktober in Dresden. Mehrere Fotografen waren bei den Versammlungen mit dabei und zeigen die wichtigsten Eindrücke vom Demo-Tag in Dresden.

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Die asyl- und islamfeindlichen „Patrioten“ mit Lutz Bachmann und Siegfried Däbritz an der Spitze hatten namhafte Redner und „ein patriotisches Fest“ angekündigt. Dabei streikte allerdings mehrfach die Technik, so dass das „Fest“ deutlich später anfangen konnte als geplant. Bachmann selbst trat nicht ans Mikrofon, das Reden überließ der Teneriffa-Auswanderer unter anderem seinem Mitstreiter Siegried Däbritz aus Meißen und Götz Kubischek, einem Vertreter der Neuen Rechten. Auf einer Videowand zeigte Pegida ein Film- und Musikstück des Produzenten und Moderators Andreas Hofmann. Der gebürtige Dresdner mit dem Künstlernamen DJ Happy Vibes hat dabei Redepassagen von Politikern und Musik in einer Weise kombiniert, die von Bachmann und seinen Anhängern als Bestätigung ihrer Kritik gewertet wird.

„Eher langweilige Reden“, kommentierte am Nachmittag Professor Werner Patzelt, Politikwissenschaftler an der Technischen Universität, was von der Pegida-Bühne zu hören war. Nachdem schon mehrfach das Ende der Bewegung prognostiziert worden war, auch von ihm selbst, mochte er sich nun nicht mehr festlegen. „Bis zur Bundestagswahl wird es Pegida weiter geben“, ist Patzelt mit Blick auf das entsprechende Datum im September des nächsten Jahres überzeugt.

Christoph Springer

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