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Pegida sorgt für Gästeschwund

Dresden-Tourismus Pegida sorgt für Gästeschwund

„Es war ein ambivalentes Jahr.“ Diese Worte fand Annekatrin Klepsch, Bürgermeisterin für Kultur und Tourismus, am Dienstag angesichts der von der Dresden Marketing GmbH (DMG) vorgelegten Tourismuszahlen für 2015. Nach sieben Jahren des Wachstums und der Erfolgsmeldungen muss die DMG erstmals einen Dämpfer einstecken.

Annekatrin Klepsch, Pagen-Azubine Melanie Günther vom Taschenbergpalais Kempinski und DMG-Chefin Bettina Bunge (v.l.) heißen Gäste in Dresden willkommen.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. „Es war ein ambivalentes Jahr.“ Diese Worte fand Annekatrin Klepsch, Bürgermeisterin für Kultur und Tourismus, am Dienstag angesichts der von der Dresden Marketing GmbH (DMG) vorgelegten Tourismuszahlen für 2015. Nach sieben Jahren des Wachstums und der Erfolgsmeldungen muss die DMG erstmals einen Dämpfer einstecken. Zwar liegt die Zahl der Übernachtungen zum vierten Mal in Folge über der Vier-Millionen-Marke (4,3 Millionen absolut) und markiert damit das zweitbeste Ergebnis des Dresden-Tourismus. Sie ist aber auch um drei Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken.

Der Trend hatte sich bereits im Herbst vergangenen Jahres angekündigt (DNN berichteten). Grund für die sinkenden Zahlen ist vor allem ein Rückgang von Gästen aus dem deutschsprachigen Raum. 3,4 Millionen Gäste aus dem Inland konnten Dresdner Hotels im vergangenen Jahr begrüßen. Das sind 5,1 Prozent weniger als noch 2014. „Das Image der Stadt hat gelitten“, bilanziert DMG-Chefin Bettina Bunge und nennt es den Pegida-Effekt. Nicht die montäglichen Demonstrationen an sich, sondern die fremdenfeindlichen Äußerungen drumherum und die kontinuierliche negative Berichterstattung würden für Verunsicherung bei Städtereisenden und Tagungsveranstaltern sorgen.

Ländervergleich bei Übernachtungen

Ländervergleich bei Übernachtungen.

Quelle: DMG

Abschrecken lassen sich ausländische Gäste dagegen nicht. Ihre Übernachtungen sind um 6,1 Prozent auf insgesamt 879 397 geklettert. Wichtigster Auslandsmarkt bleibt die USA (85 923 Übernachtungen, +9,4 Prozent), gefolgt von der Schweiz (81 646, +3,9 Prozent) und Österreich (60 501, –5,7 Prozent). Größter Gewinner war im vergangenen Jahr dank des rasanten Wirtschaftswachstums Spanien mit einem Übernachtungsplus von 88,7 Prozent (45 205 absolut) und damit einer Steigerung von Platz 13 auf Platz 6. Sorgenkind bleibt Russland, das aufgrund des Rubelverfalls und der wirtschaftlichen Krise mit minus 27,9 Prozent von Platz 5 auf 8 abfällt.

Zum Vergleich: Insgesamt positioniert sich Dresden wie in den Vorjahren weiterhin auf dem 7. Rang der übernachtungsstärksten deutschen Großstädten. „Es war ein schwieriges Jahr, aber wir glauben, dass wir es gemeinsam sehr wohl schaffen können, zu wachsen“, so Bunge. Das ginge aber nur, wenn Stadt und Landesregierung positive Nachrichten senden, Weltoffenheit zeigen und positiv agieren. Vorsichtig optimistisch blickt die DMG deshalb auf das laufende Jahr. „Wir streben für 2016 ein Übernachtungswachstum zwischen einem und zwei Prozent an“, sagt Bunge.

Um dieses Ziel zu packen, setzten Bunge und ihr Team auf die Vermarktung von Veranstaltungshöhepunkten. Und die hat Dresden in diesem Jahr en masse zu bieten. Neben traditionellen Events wie den Musikfestspielen und dem Stadtfest sollen 2015 auch der 2. Deutsche Evangelische Posaunentag, das 10. Bürgerfest zum Tag der Deutschen Einheit und der Wandertag in der Sächsischen Schweiz für Zugkraft sorgen.

Von Christin Grödel

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