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Pegida bleibt ein Dresdner Phänomen: Kaum Zuspruch in anderen Städten

Pegida bleibt ein Dresdner Phänomen: Kaum Zuspruch in anderen Städten

Dresden. Die Demonstrationen der Pegida-Bewegung bleiben weiter ein reines Dresdner Phänomen. Während die sogenannten „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ laut Schätzungen der Polizei noch einmal ihre Teilnehmerzahlen steigern konnten, bleiben die Kundgebungen in anderen Städten dünn besucht.

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Gegendemonstranten auf dem Dresdner Schloßplatz

Quelle: Stephan Lohse

Stattdessen prägt anderenorts der Widerstand gegen Pegida das Straßenbild.

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Tausende Menschen protestierten am Montagabend erneut in Dresden: Auf der einen Seite die Islam- und Systemkritiker von "Pegida". Ihnen stellten sich tausende in den Weg, die für Toleranz und Menschlichkeit demonstrierten.

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In München setzten Tausende Bürger ein eindrucksvolles Zeichen gegen die antiislamische „Pegida“. Die Polizei von mindestens 12.000 Teilnehmern, die Veranstalter sogar von 25.000 Menschen, die sich unter dem Motto „Platz da! - Flüchtlinge sind willkommen!“ vor der Oper versammelten. „Hier stehen tausende Menschen gemeinsam auf gegen Rassismus und Ausgrenzung“, sagte der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). An einem anderen Platz in München hatten sich laut Polizei rund 20 „Pegida“-Anhänger zusammengefunden. Ihnen standen rund 200 Gegendemonstranten gegenüber.

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Die Veranstalter luden zu einem «gemeinsamen Weihnachtsliedersingen» auf den Platz vor der Semperoper ein.

Quelle: Kay Nietfeld

Im hessischen Kassel stellte eine Gegendemonstration mit 2000 Teilnehmern die Kundgebung einer Gruppe „Kassel gegen die Islamisierung des Abendlandes (Kagida)“ in den Schatten. Diese hatte „ganz genau 165 Menschen“ mobilisiert, wie die Polizei mitteilte. Am Rande der Proteste gab es Auseinandersetzungen, acht Menschen wurden vorläufig festgenommen. In Bonn waren etwa 900 Polizisten im Einsatz, um die rund 200 Teilnehmer einer islam-kritischen Kundgebung von gut 2500 Gegendemonstranten getrennt zu halten. „Alles friedlich“, sagte ein Polizeisprecher am frühen Abend zu der „Bogida“-Veranstaltung des Bonner „Pegida“-Ablegers.

In Magdeburg demonstrierten knapp 200 Menschen Polizei in der Magdeburger Innenstadt gegen Rassismus. Angemeldet war die Kundgebung als Protest gegen eine mögliche Demonstration nach dem Dresdner „Pegida“-Vorbild, die aber gar nicht stattfand, wie ein Polizeisprecher am Dienstag berichtete. Organisiert wurde die Anti-Rassismus-Kundgebung vom Landesjugendwerk der Arbeiterwohlfahrt.

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Gegendemonstranten auf dem Dresdner Schloßplatz

Quelle: Stephan Lohse

In Dresden hatten am Montagabend laut Polizei bis zu 17.500 Menschen mit Pegida auf dem Theaterplatz gegen die angebliche Überfremdung demonstriert. Dem standen rund 5000 Gegendemonstranten gegenüber. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) zeigte sich nicht erstaunt über den Zulauf. Er gehe von einem „seltsamen Klima“ in der sächsischen Landeshauptstadt aus, sagte er in einem MDR-Info-Interview. Dort bekämen es eher jene mit der Justiz zu tun, die gegen Rechtsextremismus auf die Straße gingen. 2010 hätten Zehntausende von Bürgern gezeigt, dass sie Dresden nicht den Nazis überlassen wollten. „Und als Dankeschön wurden viele Demonstranten mit Anklagen überzogen“, sagte Ramelow. Auch gegen ihn laufe noch eine Anklage. Er bestehe jedoch darauf, dass das Verfahren geführt werde.

dpa / sl

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