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Pegida auf Sachsen-Tour: Hitziger Demo-Abend in Leipzig

Pegida auf Sachsen-Tour: Hitziger Demo-Abend in Leipzig

Farb-Attacke auf Pegida-Chef Lutz Bachmann, Angriff auf einen Journalisten, Rangeleien am Hauptbahnhof: Der gemeinsame Aufmarsch der „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ und ihres Leipziger Ablegers Legida in der Messestadt hat am Montagabend in einer hitzigen Atmosphäre stattgefunden.

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Quelle: LVZ .

Insgesamt seien die Demonstration und die Gegenproteste jedoch weitgehend friedlich verlaufen, zog die Polizei ein erstes Fazit. Auf beiden Seiten wurden etwa 800 Teilnehmer gezählt, die Gegendemonstranten verteilten sich jedoch in der Innenstadt, weshalb bei ihnen von einer etwas höheren Zahl auszugehen ist. 900 Beamte sicherten das Geschehen ab.

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Legida und Gegendemos am 6. Juli

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Begleitet von Protesten in Hör- und Sichtweite an der Hainspitze hatte die Kundgebung der Rechtspopulisten gegen 19 Uhr auf dem Richard-Wagner-Platz begonnen. Pegida-Hauptfigur Bachmann trat nur kurz auf die Bühne und kündigte an, bei den vier Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern im kommenden Jahr mit eigenen Direktkandidaten anzutreten, bis zur Bundestagswahl solle womöglich eine eigene Partei gegründet werden.

Polizei ermittelt wegen Körperverletzung

Wenig später wurde er von einer Gegendemonstrantin mit einer farbigen Flüssigkeit angegriffen und angeblich am Auge verletzt. Auf am Abend veröffentlichten Fotos war von einer Verletzung jedoch nichts zu sehen, stattdessen posirte Bachmann lachend mit seinem rot eingefärbten T-Shirt. Die Polizei prüft den Verdacht der Körperverletzung und Sachbeschädigung.

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Lutz Bachmann in Leipzig auf der Bühne

Quelle: Wolfgang Zeyen

Etwa zur gleichen Zeit griff ein Legida-Anhänger einen Journalisten körperlich an, der 44-jährige Tatverdächtige wurde von der Polizei ermittelt. Auch ein Mitarbeiter der Versammlungsbehörde wurde verbal bedroht. Zuvor hatten Redner auf der Bühne Stimmung gegen die Medien gemacht. Legida will ein Bürgerbegehren zur Kündigung des Rundfunkstaatsvertrages initiieren – die Forderung nach der Abschaffung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks wurde am Montagabend von „Lügenpresse“-Rufen begleitet.

Der Zug von Legida führte schließlich über den Leipziger Innenstadtring bis zum Neuen Rathaus und zurück. An vielen Stellen protestierten Menschen lautstark gegen das islam- und fremdenfeindliche Bündnis. Würfe mit Gemüse auf Legida-Anhänger blieben ohne Konsequenzen.

Offen blieb am Montagabend, wie viele Unterstützer von Pegida den Weg nach Leipzig gefunden hatten. Die Vereinigung aus Dresden will künftig abwechselnd in Leipzig, in der Landeshauptstadt und in Chemnitz auftreten.

LVZ

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