Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Google+
Pegida-Untergang verschoben: Die Bewegung wächst minimal und rückt weiter nach rechts

Pegida-Untergang verschoben: Die Bewegung wächst minimal und rückt weiter nach rechts

Die Pegida-Bewegung scheint ihre alte Stärke zurückzugewinnen. Das ist der Eindruck der nach der Demonstration in Dresden am Montag entstehen muss.

Voriger Artikel
Teure Kundgebung Anfang Januar in Dresden: Hälfte des Geldes ging für Bühne drauf
Nächster Artikel
Giftköderradar: Leipzig ist Sachsens Hochburg der Hundehasser - Fünf Fälle in Dresden

Pegida-Demo am 23. Februar

Quelle: Hauke Heuer

Etwa fünf bis sechstausend Menschen standen laut ersten Schätzungen bei der Auftaktkundgebung auf dem Dresdner Neumarkt, auf der anschließenden Demo wirkte die Menge größer. Die Polizei spricht von 4800 Teilnehmern.

php902c8c4c69201502232041.jpg

Die Pegida-Demonstration am 23. Februar zog erneut durch die Innenstadt

Zur Bildergalerie

Damit sind die Zahlen der Vorwoche, hier zählten die Beamten 4300 Personen, eingestellt. In der ersten Reihe mit dabei war wieder Lutz Bachmann, der alte und neue Kopf der Bewegung. Erst war er aufgrund eines Facebook-Fotos und beleidigenden Äußerungen über Flüchtlinge vom Vereinsvorsitz zurückgetreten. Jetzt hat er sein Amt wieder eingenommen. In seiner Auftaktrede am Montag ging er auf dieses „Bäumchen wechsel dich"-Spiel nicht ein. Dafür hetzte er wie gewohnt gegen die Lügenpresse, die die Bewegung diffamiere und gegen die Politik, die ihren Aufgaben nicht nachkomme.

phpf7852c4166201502232105.jpg

Die Demo von "Dresden für alle" am 23. Februar 2015 versammelte rund 300 Menschen.

Zur Bildergalerie

Die SPD bezeichnete er als „Scharia-Partei-Deutschlands" und deren Mitglieder als „Blockflöten". Auf dem Höhepunkt seiner Ausführungen kündigte er für Mittwoch die Veröffentlichung eines offenen Briefes an, den Islam-Verbände in Deutschland unterschreiben sollen, um sich von ISIS und Boko Haram zu distanzieren. Wie Pegida wirklich zum Islam steht und das die Bewegung nach der Aufspaltung einen großen Ausfallschritt an den Rechten Rand gemacht hat, zeigte sich einmal mehr durch die Auswahl der Gastredner. Der ehemalige Berliner CDU-Politiker René Stadtkewitz, eine der Führungsfiguren im Kampf gegen den Neubau von Moscheen in Berlin, beschrieb den Islam als eine per se terroristische und chauvinistische Religion. „Wir können den IS und Boko Haram besiegen, aber solange sich der Islam auf die gleichen Quellen beruft, werden solche Terrorgruppen immer wieder entstehen.

"Schreibt euch meinetwegen einen neuen Koran – einen Koran 2.0", deklamierte der Rechtspopulist unter großem Beifall in die Menge. Auf dem Postplatz hatten sich die Pegida-Gegner zum mittlerweile fast schon traditionellen Postplatzkonzert versammelt. Rund 300 Teilnehmer beteiligten sich an der Veranstaltung. Nachdem zahlreiche Dresdner Bands gespielt hatten, zog die Gegendemonstration über den Theaterplatz, die Augustusbrücke und die Hauptstraße bis zum Albertplatz in der Neustadt. Zu Zusammenstößen kam es nicht. Wie die Polizei mitteilt, sei alles ruhig geblieben. Das hängt wohl auch damit zusammen, dass Pegida über die Wilsdruffer Straße, den Pirnaischen Platz, den Dr. Külz Ring und Altmarkt marschieren konnte, ohne mit einem Gegendemonstranten in Kontakt zu kommen.

Hauke Heuer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.