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Pegida-Teilnehmerzahl weiter rückläufig - Angriff auf Gegendemo

Bachmann schwört Pegidisten auf mehr Demos ein Pegida-Teilnehmerzahl weiter rückläufig - Angriff auf Gegendemo

Dresden. Nicht viel mehr als ein Viertel der Fläche zwischen Hofkirche und Semperoper füllten am Montagabend die Menschen, die bei Regen und Temperaturen knapp über null Grad zum so genannten Montagsspaziergang von Pegida gekommen sind. "Durchgezählt" schätzte höchstens 4500 Menschen.

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Quelle: DNN

Dresden. Nicht viel mehr als ein Viertel der Fläche zwischen Hofkirche und Semperoper füllten am Montagabend die Menschen, die bei Regen und Temperaturen knapp über null Grad zum so genannten Montagsspaziergang von Pegida gekommen sind. Damit ist die Teilnehmerzahl der islam- und asylfeindlichen Bewegung weiter geschrumpft. "Durchgezählt" kam in einer ersten Schätzung auf höchstens 4500 Teilnehmer.

Pegida-Mitgründer Lutz Bachmann beschwor die schrumpfende Zahl seiner Anhänger, auch künftig zu den Demonstrationen von Pegida zu gehen. Gemeinsam mit Stephen Yaxley-Lennon, der unter dem Pseudonym Tommy Robinson auftritt und Gründer der rechten English Defence League ist, rief Bachmann zu europaweiten Demonstrationen am 6. Februar auf. Dann sollen Pegida und ähnliche Gruppen unter anderem in Österreich, England, Frankreich, Polen, Tschechien, Spanien und Portugal zeitgleich auf die Straße gehen. Auch in Australien soll an diesem Tag eine solche Demo stattfinden. Nach der Kundgebung auf dem Theaterplatz führte der Pegida-Marsch unter anderem am Landtag und am Schauspielhaus vorbei.

Einige hundert Demonstranten - auch hier sanken die Zahlen im Vergleich zur Vorwoche - standen derweil auf der anderen Seite einer Polizeiabsperrung an der Hofkirche, mit der die Ordnungskräfte die „Patriotischen Europäer“ und ihre Gegner auf dem Schloßplatz auseinander hielten.

Eindrücke der beiden Demos vom 30.11. in Dresden.

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Laut Augenzeugen kam es bei der Abreise der "Gepida"-Gegendemonstranten zu einem Angriff auf die Demo. Direkt nach der Abreise vom Schlossplatz zum Terrassenufer wurden mehrere Steine auf die Teilnehmer geworfen. Der Lautsprecherwagen der Gegendemonstranten wurde beschädigt.

Wie einer der Gepida-Organisatoren am Abend gegenüber DNN.de berichtete, hatte die Polizei mit der beginnenden Abreise von Gepida die Sperrung zwischen Schlosplatz und Theaterplatz aufgehoben, so dass plötzlich mehrere Hundert Pegida-Anhänger mitten in die Gegendemo gelangten. Von der Brühlschen Terrasse aus hätten einige Vermummte dann unter Applaus der Umstehenden Steine auf die darunter abziehende Gegendemo geworfen. Es gab keine Verletzten. Die Polizei ermittelt wegen versuchter, gefährlichen Körperverletzung und Sachbeschädigung.

"Wieder einmal zeigt sich das erhebliche Gewaltpotential auf Seiten der Rassisten, das geradezu darauf wartet abgerufen zu werden", äußerte sich Gepida-Sprecherin Christiane Walther am Mittwoch. "Wir sind über das Verhalten von PEGIDA weniger schockiert als über das der Polizei. Von Rassisten erwartet man, dass sie die Sprache der Gewalt sprechen."

Die Polizei aber habe entgegen aller Absprachen im Vorfeld viel zu früh die Absperrungen zwischen Schlossplatz und Theaterplatz geöffnet. Dadurch sei es den militanten Pegida-Anhängern möglich gewesen, weitgehend ungehindert von der Polizei die Gegendemonstration anzugreifen.

Nach dem Angriff wolle Gepida weitermachen. „Der Rassismus von Pegida darf nicht unbeantwortet bleiben. Und schließlich zeigt das Vorgehen der Rassisten ja, dass wir sie erheblich stören. Wir sind also auf einem guten Weg", so Walther.

DNN

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