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Pegida-Demo in Dresden vereint rund 5500 Menschen - Hasen-Protest mit Hunderten Teilnehmern

Pegida-Demo in Dresden vereint rund 5500 Menschen - Hasen-Protest mit Hunderten Teilnehmern

Pegida ist am Montag durch Dresden marschiert – zum 20. Mal. „Jeder von euch ist ein Held, der Gesicht zeigt. Ohne wäre das alles nicht möglich gewesen.

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Quelle: Hauke Heuer

Dresden zeigt wie es geht!", deklarierte Pegida-Chef Lutz Bachmann in die Menge auf dem Altmarkt, um das „Jubiläum" gebührend zu feiern. Die Menge dankte ihm mit Applaus.Bachmann sprach – wider erwarten – über den Christopher Street Day. Der wird in diesem Jahr aufgrund von Auflagen der Stadtverwaltung wahrscheinlich nicht stattfinden.

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Am Postplatzkonzert und der anschließenden "Angasthasenprozession" nahmen dieses Mal deutlich mehr Dresdner teil als noch in den Vorwochen.

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Dafür sei die Rot-Rot-Grüne Mehrheit im Stadtrat verantwortlich, die Dresden regiere, so die Meinung von Bachmann. Bekannte Gastredner aus dem Spektrum der Neuen Rechten traten im Gegensatz zu den vorangegangenen Veranstaltungen nicht auf. Wie Bachmann mitteilte, steckte die Gastrednerin, deren Identität unbekannt ist, auf der Autobahn fest.

Hunderte Teilnehmer aus dem Hooligan- und Neonazi-Spektrum

Die Polizei spricht von 5500 Pegida-Teilnehmern und 900 Gegendemonstranten. Der Demozug sei kürzer als in den Vorwochen gewesen, so die Pressestelle. Wieder einmal waren, wie schon in den vergangen Monaten, hunderte Teilnehmer aus dem Hooligan- und Neonazi-Spektrum anwesend. Bereits vor Beginn der offiziellen Pegida-Veranstaltung versammelten sich rund 50 teils alkoholisierte Rechtsextreme auf dem Neumarkt, bedrängten Gegendemonstranten und bepöbelten Journalisten. Die Polizei hatte die Lage im Griff. Als am Postplatz in der Pegida-Menge mehrfach der Hitler-Gruß gezeigt wurde, und aus dem Pegida-Zug Möhren, Eier und offenbar auch sogeannte "Bruteier" flogen, agierten die Beamten nicht. Insgesamt waren 610 sächsische Beamte im Einsatz, so die Polizei.

Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte

Zu einer Eskalation kam es erst, als der Pegida-Demozug bereits die Gegendemo am Postplatz passiert hatte. Nach mehreren übereinstimmenden Augenzeugenberichten und den Angaben eines DNN-Reporters stürmten die Polizei aus nicht bekannten Gründen in eine Gruppe von Gegendemonstranten. Dabei sei es zu „tumultartigen Szenen" gekommen. Mindestens eine Person wurde dabei verletzt und von Rettungssanitätern in einem Krankenwagen behandelt. Die Beamten sollen auch Personalien aufgenommen haben. Die Pressestelle der Polizei bestätigte am Abend den Vorfall. In diesem Zusammenhang wurden zwei Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz sowie eine Anzeige wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte gefertigt.

Die Gegendemonstranten hatten sich an diesem Montag etwas besonderes einfallen lassen. Ihre Veranstaltung stand unter dem Motto „Angst – Prozession der Angsthasen". Alle Teilnehmer waren aufgerufen, im Hasenkostüm zu erscheinen. Die Idee zur Hasen-Demo stammte nach Angaben von Dresden-für-alle-Sprecher Eric Hattke von den Künstlern rund um die Band Banda Communale, die Anfang Januar zu Neujahrsputz aufgerufen hatten.

Sozialbürgermeister Martin Seidel vor Ort

 „Wir wollen die Ängste, die jeder Mensch in sich trägt, thematisieren. Was macht Angst mit uns und wie gehen wir damit um", erklärt Hattke. Auch die Flüchtlinge in Dresden hätten Ängste, schreien sie nur nicht so laut heraus wie die Anhänger von Pegida, so Hattke. Sozialbürgermeister Martin Seidel (parteilos) war auch zum Postplatz gekommen, um sich ein Bild zu machen. „Ich finde es wichtig, dass sich auch die Gegner von Pegida artikulieren. Die Hasenaktion ist witzig und interessant zugleich", so Seidel. Mit Sorge betrachtet Seidel die Radikalisierung der Redebeiträge während der Pegida-Kundgebung. „Die Forderungen werden immer schriller", so der Bürgermeister.

Hauke Heuer

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