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Parkhaus-Chef zweigt 67.000 Euro ab

Betrug Parkhaus-Chef zweigt 67.000 Euro ab

"Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser" sagt ein Sprichwort. Hätten sich Christina und Anton V. an die alte Weisheit gehalten, wäre ihnen viel Ärger erspart geblieben. Aber das Ehepaar aus Marburg vertraute Roger S. blind. Der 51-Jährige betrieb für sie das Parkhaus Mitte an der Magdeburger Straße

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Quelle: dpa

Dresden. "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser" sagt ein Sprichwort. Hätten sich Christina und Anton V. an die alte Weisheit gehalten, wäre ihnen viel Ärger erspart geblieben. Aber das Ehepaar aus Marburg vertraute Roger S. blind. Der 51-Jährige betrieb für sie das Parkhaus Mitte an der Magdeburger Straße.

"Er war ein Glücksfall für uns. Wir haben uns blind auf ihn verlassen", sagte die 48-Jährige. "Wir wohnen weit weg, ich hatte gerade mein viertes Kind bekommen und er war vor Ort und kannte sich mit den Abläufen aus." Roger S. kümmerte sich um das Gebäude, die Kunden und um die Leerung der Parkautomaten. Es war verabredet, dass er das Geld jeweils am Monatsende auf ein Treuhandkonto einzahlen sollte. Die Belege schickte er zunächst an die Eigentümer des Parkhauses, später an deren Steuerberater. Aber er ließ ihnen nie die Kassensturz-Aufstellungen der einzelnen Automaten zukommen, die automatisch erstellt werden. So konnte nie genau kontrolliert werden, was das Parkhaus wirklich abwarf. Erst als das Ehepaar Streit mit seinem Steuerberater hatte, flog der Schwindel auf. Auch dem hatten das Paar blind vertraut, aber der nahm es offensichtlich nicht nur mit der Parkhausabrechnung nicht so genau. Da gab es auch noch andere Probleme. Als das Finanzamt von Familie V. eine sehr erhebliche Summe forderte, beschäftigten sich die Eheleute intensiv mit den Finanzen des Parkhauses und erlebten eine böse Überraschung. Roger S. hatte monatlich Geld für sich abgezweigt. Mitunter über 5000 Euro. Innerhalb von drei Jahren hatte sich der 51-Jährige rund 67 000 Euro ergaunert. Wegen Untreue stand er nun vor dem Amtsgericht.

Roger S. räumte die Taten ein. "Ich hatte erhebliche Schulden aus meiner Selbstständigkeit und stand ständig unter Druck. Da habe ich in die Kasse gegriffen. Ich wollte das Geld zuerst ja auch zurückzahlen, habe aber dann den Überblick verloren. Es tut mir sehr leid, ich möchte mich entschuldigen." Eine Privatinsolvenz hatte er bisher immer abgelehnt.

Der Angeklagte wurde zu einer Freiheitsstrafe einem Jahr und vier Monaten verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Zudem muss er 3000 Euro Schadenersatz an die Parkhausbesitzer zahlen. Wenigstens ein Tropfen auf den heißen Stein. Roger S. steht insgesamt mit über 800 000 Euro in der Kreide.

Monika Löffler

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