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Parade der Vielfalt in Dresden warb für Teilhabemöglichkeiten behinderter Menschen

Parade der Vielfalt in Dresden warb für Teilhabemöglichkeiten behinderter Menschen

Am Sonntag haben mehr als 200 Menschen auf einer "Parade der Vielfalt" für mehr Teilhabemöglichkeiten und Rechte von Behinderten geworben. Die Parade begann auf dem Neumarkt und führte am Fürstenzug vorbei zur Freitreppe an der Brühlschen Terrasse.

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Mit einer "Parade der Vielfalt" haben etwa 200 Menschen in der Dresdner Altstadt für mehr Behindertenrechte geworben.

Quelle: Stefan Schramm

Anliegen war, auf die zahlreichen Barrieren aufmerksam zu machen, denen Menschen mit Behinderung alltäglich begegnen. Zu den Zielen gehörte außerdem, Berührungsängste und Vorurteile abzubauen.

Angeführt von mehr als 30 Trommlern der Dresdner Sambaschule "Samba Universo", war die Parade in weiten Teilen der Inneren Altstadt hörbar. Auch farblich machten die Teilnehmer auf sich aufmerksam. Gegen 14 Uhr ließen sie am Martin-Luther-Denkmal viele bunte Ballons aufsteigen. Mit dabei waren viele Rollstuhlfahrer, aber auch geistig behinderte Menschen sowie zahlreiche Begleiter und Unterstützer.

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Die Parade der Vielfalt warb am Sonntag in der Dresdner Altstadt für Teilhabemöglichkeiten von Menschen mit Behinderungen.

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Die Schirmherrschaft der Veranstaltung trug in diesem Jahr die SG Dynamo Dresden. Vereinspräsident Andreas Ritter eröffnete die Parade. "Solange Behinderungen nicht als etwas Normales und Selbstverständliches wahrgenommen werden, werden die Barrieren weiter bestehen bleiben", mahnte Ritter. Zwar sei die Akzeptanz gegenüber Behinderten in der Gesellschaft gestiegen, jedoch mangele es Ritter zufolge nach wie vor an einem ausgeprägten Bewusstsein dafür, dass die Teilhabe  am alltäglichen Leben für die betroffenen Menschen sehr schwierig ist.

Kati Stephan, Vorsitzende des Verbandes der Körperbehinderten der Stadt Dresden, stellte der Landeshauptstadt in Sachen Barrierefreiheit ein positives Zeugnis aus, wies aber auch auf Verbesserungsbedarf hin. Zwar könne man auf einen weitgehend behindertengerechten ÖPNV und funktionierende Fahrdienste stolz sein, doch andererseits würden in vielen öffentlichen Gebäuden Hörschleifen fehlen und im Rathaus gebe es kein Blindenleitsystem. Die Stadt hat sich aber auch zum Ziel gesetzt, bis Mitte 2013 einen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention zu entwerfen. "Dies hätte deutschlandweiten Vorbildcharakter", so Stephan.

Stefan Schramm

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