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Ostern kann Masernwelle in Dresden nicht stoppen: 75 Fälle im Stadtgebiet

Ostern kann Masernwelle in Dresden nicht stoppen: 75 Fälle im Stadtgebiet

Die Masern sind in Dresden weiter auf dem Vormarsch. Das Gesundheitsamt vermeldet am Montag auf Anfrage von DNN-Online 75 Fälle im Stadtgebiet. Damit sind in der vergangenen Woche noch einmal 14 Erkrankte hinzugekommen.

Die erhoffte Entspannung durch die Osterfeiertage ist nicht eingetreten.

„Aufgrund der Osterfeierlichkeiten muss mit weiteren Fällen gerechnet werden, da die Erkrankung mit Erkältungsanzeichen beginnt, die noch nicht als Masern wahrgenommen werden. Wegen einer Erkältung bleiben viele einer Familienfeier aber nicht fern“, so Kerstin Haase vom Gesundheitsamt.Inzwischen sind sechs Gemeinschaftseinrichtungen im Stadtgebiet betroffen.

Wie die DNN berichteten, gibt es allein 30 Fälle an der freien Waldorfschule. Geschäftsführer Holger Kehler hofft weiterhin auf eine Entspannung der Situation durch die Osterferien, die bis Ende der Woche andauern. „Momentan gehe ich davon aus, dass keine weiteren Fälle an unserer Schule dazugekommen sind. Es gab am Ende der letzten Woche lediglich einen weiteren Verdachtsfall“, so Kehler. Ob sich dieser Verdachtsfall tatsächlich bestätigt hat, sei ihm nicht bekannt. Die Informationen darüber erhalte das Gesundheitsamt und nicht die Schulleitung. Am Freitag ist eine Abstimmung der Waldorfschule und mit dem Gesundheitsamt geplant, um die weiteren Schritte zu besprechen. Kehler rechnet aber damit, dass in dieser Woche wieder viele der ausgesprochenen Schulbesuchsverbote auslaufen.

Angesichts der Masernfälle in Dresden, aber auch in Berlin und Leipzig, brandet die Diskussion um die Einführung einer Impfpflicht wieder auf. „Ich lehne eine generelle Impfpflicht ab“, so Oliver Wehner, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im sächsischen Landtag. „Sollte die Durchimpfungsrate allerdings auf unter 90 Prozent sinken, bin ich für verpflichtende Impfungen vor dem Besuch von Kitas und Schulen“, so Wehner. „Ich habe bei der Einführung einer Impfpflicht kein gutes Gefühl, das wäre ein herber Einschnitt in die Privatsphäre und sollte Sache der Eltern bleiben“, sagte der Sprecher.

Der Abgeordnete verweist auf einen Antrag von CDU und SPD an die Staatsregierung, sich zum Thema Impfen zu positionieren. Im September sei eine Expertenanhörung mit Medizinern im Landtag zum Thema geplant. Auch Volkmar Zschocke, Fraktionsvorsitzender und Gesundheitspolitischer Sprecher der Grünen im Landtag sieht in einer Impfpflicht keinen Weg mit der aktuellen Masernwelle umzugehen. „Mit der Diskussion um die Impfpflicht kommen wir an dieser Stelle nicht weiter“ so Zschocke. Aufklärung über Krankheiten und die Risiken einer Nicht-Impfung seien der richtige Weg. Vorstellen kann sich Zschocke die Einführung einer verpflichtende Impfberatung vor Kita- und Schulbesuch.

Julia Vollmer

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