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Ortsbeirat Pieschen für Container-Standort an Dresdner Washingtonstraße

650 Plätze Ortsbeirat Pieschen für Container-Standort an Dresdner Washingtonstraße

Sozialbürgermeisterin Kris Kaufmann  wirbt für die Anmietung zweier Häuser auf der Großenhainer Straße als Wohnungen für 65 Asylbewerber. In einer „Hausmitteilung“ an alle Stadträte erklärte die Linken-Politikerin, „dass es zu keiner Verdrängung von Mietern kommt“.

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Quelle: dpa

Dresden. Sozialbürgermeisterin Kris Kaufmann  wirbt für die Anmietung zweier Häuser auf der Großenhainer Straße als Wohnungen für 65 Asylbewerber. In einer „Hausmitteilung“ an alle Stadträte erklärte die Linken-Politikerin, „dass es zu keiner Verdrängung von Mietern kommt“. Sie reagierte damit auf die Kritik einer betroffenen Familie, die als einziger Mieter noch in einem der Gebäude eine Wohnung nutzt (DNN berichteten).
Die jungen Eltern von zwei kleinen Kindern machen sich Sorgen um die Sicherheit der Familie. Außerdem befürchten sie künftige Mieterhöhungen, weil die Stadt mit einem geplanten Mietpreis von zehn Euro pro Quadratmeter deutlich über dem ortsüblichen Niveau liegt. Die Stadt rechtfertigt die hohe Miete mit der gegenwärtigen Marktsituation. Unbekannt ist, ob die Stadt versucht hat, günstigere Konditionen mit dem privaten Anbieter auszuhandeln. Bürgermeisterin Kaufmann empfahl den Stadträten, die Familie an das Sachgebiet Wohnungsfürsorge zu verweisen, um sich hinsichtlich eines Wohnberechtigungsscheins beraten zu lassen. Dort könnte die Familie sich auch über Alternativwohnungen informieren, falls sie einmal einen Wohnungswechsel beabsichtige.
Gestern erregte die Situation auch im Ortsbeirat Pieschen die Gemüter, das Gremium stimmt in Anwesenheit des betroffenen Familienvaters für die Anmietung. Zugleich stimmte der Beirat für die Vorlage der Verwaltung zur geplanten Asyl-Unterkunft auf der Washingtonstraße. 560 Plätze sollen in 20 zweigeschossigen Containern entstehen. Vier weitere werden auf Vorrat beschafft. Allein diese Container, die nach fünf Jahren abgebaut werden sollen, schlagen mit 12,8 Millionen Euro zu Buche. Der Erwerb per freihändiger Vergabe an zwei Lieferanten, über die der Stadtrat morgen entscheiden soll, wurde über eine Hamburger Firma vermittelt. Ob dies günstiger gegangen wäre, ist unklar. Das wird spätestens interessant, wenn die Stadt das Geld braucht. Zunächst geht sie in Vorleistung und hofft auf eine Refinanzierung über das Land. Bund und Länder haben Finanzhilfen zugesagt, allerdings reden sie da stets von„angemessen“.

I. Pleil/ J. Vollmer

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