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Oper und Staatsschauspiel unterstützen Herz statt Hetze - Kritik an Hilbert

21. Dezember Oper und Staatsschauspiel unterstützen Herz statt Hetze - Kritik an Hilbert

Klare Worte der Kritik kommen am Freitag von Herz-statt-Hetze-Sprecherin Rita Kunert. Die Stadt habe die Entscheidung, ob das bunte Bündnis oder Pegida den Theaterplatz am Montag bekommen, einfach ausgesessen. Erst nach Bachmanns Rückzug habe die Verwaltung dem Bündnis am Dienstag die Genehmigung für den Platz vor der Semperoper zugesandt.

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Dresden. „Oberbürgermeister Dirk Hilbert hat es wieder einmal versäumt, Haltung gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus zu zeigen“. Klare Worte der Kritik kommen am Freitag von Herz-statt-Hetze-Sprecherin Rita Kunert. Die Stadt habe die Entscheidung, ob das bunte Bündnis oder Pegida den Theaterplatz am Montag bekommen, einfach ausgesessen. Erst nach Bachmanns medienwirksamem Rückzug am Montag habe die Verwaltung dem Bündnis am Dienstag die Genehmigung für den Platz vor der Semperoper zugesandt.

Stadtsprecher Kai Schulz wünscht sich eine Auseinandersetzung mit der aktuellen Lage in der Stadt. "Demokratie und Rechtstaat sind vor allem dann in Gefahr, wenn die Stadtverwaltung beginnen würde politisch motivierte Entscheidungen zu den Grundrechten der Bürgerschaft zu treffen. Nichts anderes fordert ja die Kritik am Oberbürgermeister. Anstatt weiter in formale Debatten zu verharren, sollten sich die demokratischen Akteure vor allem inhaltlich mit der Dresdner Situation auseinandersetzen."

Unter dem Motto „Für Frieden, Weltoffenheit und Toleranz“ will Herz statt Hetze am 21. Dezember ihre Kundgebung auf dem Theaterplatz abhalten. Geplant ist ein buntes Kulturprogramm moderiert von Staatsschauspiel-Schauspieler Thomas Eisen. Angemeldet sind laut Rita Kunert 10.000 Teilnehmer.   Eröffnet wird die Veranstaltung, die auf 17 Uhr vorverlegt wurde, mit der „Ode an die Freude“, intoniert vom Chor der Semperoper Dresden. ausdrücklich schließt das nicht nur die „echten“ Chorsänger der Staatsoper, sondern jedes Ensemblemitglied mit ein, da sich beteiligen möchte. Das teilte Semperoper-Intendant Wolfgang Rothe mit. Ebenfalls als Beitrag der Staatsoper werden die Solisten Gala El Hadidi und Levy Sekgapane den Platz mit ihren Arien erfüllen. „Für uns als Theater ist es ein Anliegen, ein Zeichen für die humanistischen Grundwerte zu setzen“, betont Rothe. Man dürfe nicht alle Pegida-Teilnehmer verteufeln, so Rothe. Die Grundwerte Toleranz und Weltoffenheit seien aber nicht verhandelbar.

Tausende Dresdener haben am 9. November die Straße nicht Pegida überlassen.

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Als zweite große Kulturinstitution ist das Dresdner Staatsschauspiel mit an Bord. Die Schauspieler werden sich mit dem Finale aus Brechts „Dreigroschenoper“ und Einlagen aus dem Musical „Hair“ beteiligen. Staatsschauspiel-Sprecherin Martina Aschmies will sich mit einem Redebeitrag zu Wort melden. Auf der Bühne stehen werden auch die lokale Musiker Benni Cellini, Johnethen Fuchs, Dota, die Skaprifischer und Kaisermühlen, die Band von Thomas Eisen.

Flagge zeigen gegen Fremdenhass und Unmenschlichkeit auf dem Theaterplatz wollen auch erneut die Dresdner Grünen, die SPD, die Piraten und die Linken. Ebenso Dresden für Alle und die Initiative Weltoffenes Dresden. Wirtschaftsminister Martin Dulig wird neben den Ministerinnen Eva-Maria Stange und Petra Köpping (alle SPD) vor Ort sein.  „Wir wollen gemeinsam einen Abend der Kultur und des friedlichen Miteinanders verbringen und die Vielen unterstützen, die sich hier täglich engagieren. Jeder Form von Gewalt erteilen wir eine klare Absage“, so Dulig.

Weiter noch keine offizielle Mitteilung der Stadt gibt es zum angemeldeten Demonstrationsgeschehen in der Neustadt. Unklar ist, ob die Verwaltung inzwischen die Bescheide an die Anmelder versandt hat. Eine DNN-Anfrage blieb bisher unbeantwortet. Das fremdenfeindliche Pegida-Bündnis will am Neustädter Bahnhof seine Kundgebung abhalten. Sowohl Dresden Nazifrei als auch Pegida hatten eine Demo durch das Szeneviertel angemeldet, die Versammlungsbehörde hatte jedoch nur stationäre Kundgebung erlaubt. Sowohl Dresden Nazifrei als auch Pegida behalten sich nach eigenen Angaben rechtliche Schritte vor.

Holger Knaak, Ortsbeirat in der Neustadt und Mitglied im Neustädter Linken-Vortstand fordert die Bewohner der Neustadt auf, ein klares Zeichen zu setzen.  „Wenn Pegida meint, durch die Neustadt marschieren zu müssen, was nicht anders als bewusster Affront gegen dieses „liberale“ Viertel gewertet werden kann, dann sollten die Neustädter hier Flagge zeigen und der Bewegung zeigen, was wir von Pegida halten: Nichts.“

Julia Vollmer

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21. Dezember

Herz statt Hetze darf am 21. Dezember seine Veranstaltung auf dem Theaterplatz durchführen. Das bestätigt am Dienstag die Stadtverwaltung.  Das fremdenfeindliche Pegida-Bündnis hat seine Anmeldung für den Theaterplatz zurückgezogen, meldet die Versammlungsbehörde.

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