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Ohne Barrieren und Stolperfallen: Wachsender Bedarf an altengerechten Wohnungen in Dresden

Ohne Barrieren und Stolperfallen: Wachsender Bedarf an altengerechten Wohnungen in Dresden

Zum Thema Demografie liegen verschiedene Untersuchungen vor. Eine der Studien hat das Pestel-Institut aus Hannover im Auftrag diverser Bau- und Sozialverbände erarbeitet.

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Anspruch einer immer älter werdenden Gesellschaft ist, dass die Menschen so lange wie möglich in ihrer gewohnten Umgebung leben können. Dresdens Baubürgermeister Jörn Marx (CDU) setzt dabei auf Wohnungen, die man nachrüsten kann, etwa durch Einbau eines Treppenlifts.

Quelle: Lifta/picture-alliance

Welche Entwicklung wird für Dresden prognostiziert?

Demnach müssen in den nächsten 20 Jahren in Dresden über 15000 senioren-gerechte Wohnungen neu gebaut oder entsprechend umgerüstet werden. Denn 2035 sind laut Institutsdirektor Matthias Günther rund 122000 Menschen älter als 65 - acht Prozent mehr als heute. Die Bevölkerungsprognose der Stadt prognostiziert sogar schon für das Jahr 2025 rund 130000 Menschen in dieser Altersgruppe. Grundlage für das Sozialamt ist wiederum eine Untersuchung des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung. Diese sieht bis 2020 einen Bedarf von rund 13700 seniorenfreundlichen und 2700 rollstuhlgerechten Wohnungen in Dresden. Über 15000 Wohnungen müssen laut dieser Studie für schwerbehinderte Menschen ausgebaut werden.

Wieviele Wohnungen sind schon alten- und behindertengerecht?

Eine amtliche Statistik dazu liegt zwar nicht vor, allerdings lohnt ein Blick in die Kommunale Bürgerumfrage aus dem Jahr 2012. Der Anteil an alten- und behindertengerechten Wohnungen ist demnach von zwölf auf 15 Prozent gestiegen. Gemessen am Gesamtwohnungsbestand in Dresden (293099) sind das fast 44000 Wohnungen. Der Anteil an rollstuhlgerechten Wohnungen ist im gleichen Zeitraum von drei auf fünf Prozent gestiegen und liegt somit bei 14650.

Auf welche Ausstattungsmerkmale legt die Stadt wert?

"Grundvoraussetzung ist eine Wohnung ohne Barrieren und Stolperfallen, etwa Schwellen, die auch eine Bewegung mit Hilfsmitteln wie einem Rollator ermöglicht. Die baulichen Voraussetzungen sollten zudem in Abhängigkeit vom Gesundheitszustand der Bewohner die Möglichkeit zur Nachrüstung bieten", sagt Baubürgermeister Jörn Marx (CDU) unter anderem mit Blick auf Haltegriffe und den Einbau bodengleicher Duschen.

Entstehen zur Zeit viele seniorengerechte Wohnungen in Dresden?

Ja. Viele Vermieter und Investoren reagieren auf den demografischen Wandel - natürlich schon im eigenen Interesse. Beispielsweise hat die Wohnungsgenossenschaft "Glückauf Süd" im vergangenen Jahr an der Kohlenstraße einen Neubau mit 47 barrierefreien Wohnungen fertiggestellt. "Bequem über einen Aufzug erreichen die Mieter ihre Wohnung in den oberen Etagen, die Duschen sind ebenerdig, die Zimmer praktisch geschnitten und durch die gute Infrastruktur sind Wege zum Arzt und zum Einkaufen zu bewältigen", erklärt Vorstand Olaf Brandenburg. Bis Sommer dieses Jahres entstehen auch in der ehemaligen Ausspanne "Weißer Adler" 30 seniorengerechte Wohnungen. Wer will, kann Dienstleistungen rund um das Betreute Wohnen über die benachbarte "Initiative Leben" in Anspruch nehmen. "Die Nachfrage ist sehr groß", sagt Objektverwalter Uwe Preuße.

Stephan, Christoph

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