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„Offen und bunt – Dresden für alle“ - Verein plant Riesenfest für Weltoffenheit und Toleranz

„Offen und bunt – Dresden für alle“ - Verein plant Riesenfest für Weltoffenheit und Toleranz

Von Dresden soll erneut ein Zeichen für Weltoffenheit und Toleranz ausgehen: Der Verein „Dresden – Place to be“ („Dresden – eine Stadt zum Leben“) kündigt für Montag, den 26. Januar, in der Innenstadt ein Riesenfest an mit vielen Bands, mit Klassik, Satire und kurzen Statements.

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Archivbild

Quelle: Stephan Lohse

Es soll zeigen, „dass es in Dresden auch anders geht“.

Die Veranstaltung unter dem Motto „Offen und bunt – Dresden für alle“ soll 18 Uhr beginnen und bis etwa 20.30 Uhr dauern, sagte Projektkoordinator Felix Manthei den DNN. Vereinsvorsitzende Elisabeth Ehninger erwartet zahlreiche hochkarätige Künstler: „Die Chancen stehen gut, dass Silbermond kommt“, berichtet sie. Auch Musiker der Dresdner Philharmonie würden aller Voraussicht nach spielen. Lange Reden von Politikern seien nicht vorgesehen. Ehninger hofft auf Teilnehmer aus ganz Sachsen. Der MDR werde das Event übertragen.

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Pegida und die Gegenproteste und Aktionen am 12. Januar 2015 in Dresden

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„Das Bild, das Dresden im Moment in der Welt abgibt, ist verheerend“, heißt es auf der Internetseite von „Dresden – Place to be“. Deshalb sei es dringend notwendig, dass alle Dresdner, die sich zu einer weltoffenen und toleranten Gesellschaft bekennen, ein Zeichen setzen.

„Die Stadt ist mit dem Verein in Kontakt“, sagte Rathaussprecher Kai Schulz den DNN, „sowohl über den versammlungsrechtlichen wie auch den inhaltlichen Teil“. Oberbürgermeisterin Helma Orosz werde sich das Konzept bald vorstellen lassen.

Felix Manthei zufolge treffen sich die Veranstalter morgen mit Vertretern aller relevanten Dresdner Gruppen, Verbände und Vereine, um sie alle in die Vorbereitungen mit einzubinden.

Am Dienstag haben Sachsens Linke zur bundesweiten Unterstützung für Dresdens Pegida-Gegendemonstranten aufgerufen. „Dresden hat sich zur Pilgerstätte von Pegida entwickelt“, sagte Landeschef Rico Gebhardt, die „Stadt brauche Hilfe aus dem ganzen Land“. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) fürchtet um den Ruf Deutschlands: In der Welt verstärke sich der „Eindruck, dass sich hier eine neue fremdenfeindliche Bewegung sammelt“, sagte er den DNN.

Der Dresdner Politik-Professor Werner Patzelt erklärte im DNN-Interview, dass Ausgrenzung und Trotz Pegida immer mehr Sympathisanten zutreiben. Er forderte neue Anstrengungen zum Dialog.

Der Dresdner Stadtrat Johannes Lichdi (Die Grünen) erneuerte im „Tagesspiegel“ die Kritik seines Parteichefs Cem Özdemir am sächsischen Kuschelkurs gegenüber Pegida. Er beklagt, dass es der „rechtspopulistischen Massenbewegung“ gelinge, „die Stadt als borniertes und engherziges Provinznest“ zu zeigen, begrüßt jedoch auch die wachsende Gegenwehr.

In der Debatte um ein neues Einwanderungsgesetz hat die Führung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion erklärt, es gebe ausreichende Regeln in diesem Bereich. Teile der CDU, aber auch die SPD und die AfD dringen auf ein neues Gesetz. SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann sieht darin auch einen Weg, die von Pegida geschürte Zuwanderungsdiskussion in eine andere Richtung zu lenken. „Wenn man Pegida das Wasser abgraben will, muss man die Frage der Einwanderung klären“, sagte er in Berlin.

Katrin Richter

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