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Oberbürgermeisterin Orosz: Keine Zukunft für Dresdens kleinste Kita in Schönborn

Oberbürgermeisterin Orosz: Keine Zukunft für Dresdens kleinste Kita in Schönborn

Die Ortschaft Schönborn hat Dresdens kleinste Kindertageseinrichtung. Träger ist der AWO-Regionalverband Radeberger Land. In der von Petra Kirchmer geleiteten Kindereinrichtung werden 17 Kindergarten- und drei Krippenkinder betreut.

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Helma Orosz fragte die Kindergartenkinder auch nach Spielzeugwünschen.

Quelle: Bernd Lichtenberger

Mit Liebe und Engagement. Davon konnte sich Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) am Montagnachmittag bei einem Besuch überzeugen. Trotzdem hat die Kita keine Zukunft. Daraus machte die OB gegenüber dem Ortschaftsrat kein Hehl. "Klein und schön heimelig genügt nicht mehr", erklärte sie. "Kitas sind heute auch Bildungseinrichtungen." Diesen Anforderungen werde der Schönborner Kindergarten weder räumlich noch personell gerecht. Obwohl er "schön nah und eigentlich wunderschön" ist. Orosz gab der Einrichtung deshalb höchstens noch zwei oder drei Jahre.

So wenig erfreulich diese Botschaft in den Ohren der Ortschaftsräte klang, so erfreut waren sie doch, dass es 13 Jahre nach der Eingemeindung Schönborns endlich einmal ein Stadtoberhaupt geschafft hatte, Dresdens mit knapp 500 Einwohnern kleinste Ortschaft im nordöstlichen Zipfel der Landeshauptstadt persönlich zu besuchen. Orosz war angetan von dem, was sie sah. "Hier wirken engagierte Vereine und ein sehr engagierter Ortschaftsrat in guter Atmosphäre", stellte sie am Ende ihres zweieinhalbstündigen Aufenthaltes fest. Sie hatte sich Zeit genommen, um zu diesem Urteil zu kommen. Nach dem Besuch des Kindergartens hatte sie sich im früheren Feuerwehrgerätehaus umgesehen, wo sie vom ehemaligen Wehrleiter und heutigen Vereinsvorsitzenden Harry Kühne über die Arbeit des Feuerwehrvereins informiert wurde. Sie hatte die kleine, aus dem 17. Jahrhundert stammende Dorfkirche besichtigt und auch der Heimatstube mit ihrer Ausstellung historischer Gerätschaften einen Besuch abgestattet.

Vor allem aber hatte sie sich Zeit genommen, auf die Fragen einzugehen, die ihr von Schönborner Bürgern gestellt wurden und die den Ortschaftsrat beschäftigen, wenn es um die Nutzung der drei kommunalen Gebäude im Dorf geht. Zu diesen Gebäuden gehört nicht nur der Kindergarten, sondern auch die Bibliothek und das Bürgerhaus, das, 1927 als Schule gebaut, der bis 1996 selbstständigen Gemeinde als Gemeindeamt diente. "Seit Jahren ringen wir mit dem Liegenschaftsamt in Dresden um einen Nutzungsvertrag", erklärte Ortsvorsteher Torsten Heidel der OB. Die versicherte, dass es inzwischen einen Vertragsentwurf gibt. Der Ortschaftsrat werde ihn in Kürze auf den Tisch bekommen, versprach sie. Die Verfügbarkeit der Gebäude werde darin klar geregelt.

Unklar bleibt dagegen vorerst, wo der Kinder- und Jugendverein sein Domizil haben soll. Die Notwendigkeit eines solchen Vereines ist angesichts der relativ vielen Kinder und Jugendlichen in der Ortschaft unbestritten, bestätigte Orosz. Aber wohin mit ihm? Ein alter Scheunenanbau an der Bibliothek eignet sich bestenfalls als Lagerraum. Eine wirkliche Lösung des Problems ist er nicht, zumal er erst saniert werden müsste, was der OB angesichts des desolaten Bauzustandes als eher sinnlos erscheint. Sie würde einem Container oder einer Hütte am unteren Dorfteich den Vorzug geben. Dort soll ohnehin in den nächsten Jahren ein Spielplatz entstehen. Doch vorerst muss dort der gegenwärtig noch verrohrte Dorfbach renaturiert werden. Die Stadtverwaltung werde die Einrichtung eines Kinder- und Jugendtreffs unterstützen, versprach die OB. "Beraten Sie die Vorschläge", empfahl sie dem Ortschaftsrat und verabschiedete sich mit einem "Man sieht sich!" Das klang, als sollten nicht erst wieder 13 Jahre bis zum nächsten OB-Besuch in Schönborn vergehen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.04.2013

Bernd Lichtenberger

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