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Nur wenig Zuhörer bei "Wir sind Deutschland" auf dem Theaterplatz

Protestbewegung aus Plauen Nur wenig Zuhörer bei "Wir sind Deutschland" auf dem Theaterplatz

Im vogtländischen Plauen bringt die Initiative „Wir sind Deutschland“ (WsD) regelmäßig sonntags mehrere tausend Menschen auf die Straße. Bei der ersten Kundgebung in Dresden auf dem Theaterplatz ließen sich im leichten Regen nur 150 bis 250 Zuhörer blicken, um den Rednern zu lauschen.

Teilnehmer der im sächsischen Plauen gegründeten Protestbewegung „Wir sind Deutschland“ auf dem Theaterplatz in Dresden.

Quelle: dpa

Dresden. Im vogtländischen Plauen bringt die Initiative „Wir sind Deutschland“ (WsD) regelmäßig sonntags mehrere tausend Menschen auf die Straße. Bei der ersten Kundgebung in Dresden auf dem Theaterplatz ließen sich im leichten Regen nur 150 bis 250 Zuhörer blicken, um den Rednern zu lauschen. Das Wort ergriffen unter anderem zwei der Dresdner Organisatoren, Jana Witschetzky und Alexander Quindt, Jörg Hampel von den Mahnwachen für Frieden in Meißen und auch Michaela Oheim, Gründungsmitglied der WSD in Plauen.

Thematisch hat sich WsD allerhand auf die Fahnen geschrieben: Frieden und Abrüstung, Ablehnung des TTIP-Abkommens, Volksentscheide, Asylreform, ein einheitliches Schulsystem oder auch das bedingungslose Grundeinkommen. In Dresden ging es am Sonntag hauptsächlich darum, gemeinsam gegen die Regierung zu stehen, „die immer offensichtlicher an uns vorbei regiert.“ Zusammenhalt statt Spaltung innerhalb der Bevölkerung.

Da ist noch Luft: Nur 150 bis 250 Menschen folgten dem Aufruf von Wir sind Deutschland in Dresden.

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Die Protestbewegung, die kein Pegida-Konkurrent sein will, sich Vergleiche aber dennoch gefallen lassen muss, versteht sich als Bürgerforum. Reden darf jeder, der seinen Beitrag vorher einreicht und ihn von den Organisatoren prüfen lässt. Keine Hetze, keine Fremdenfeindlichkeit, keine Angriffe von und gegen links oder rechts und deshalb auch keine Plakate auf den Kundgebungen  – das Konzept ist zumindest beim Dresdner Auftakt halbwegs gelungen. Eine Ausnahme bildet der „Lügenpresse“-Vorwurf, den insbesondere Oheim in ihrer Rede befeuerte, ohne das Schlagwort in den Mund zu nehmen. Der Applaus war ihr sicher.

Ob WsD in Dresden ein echtes Forum für Meinungsbeiträge werden kann, hängt zum einen von der Bereitschaft der Dresdner ab, sich zu beteiligen – ob als Zuhörer oder Redner. Zum anderen aber auch davon, wie ernst und objektiv die Organisatoren ihrer Aufgabe nachgehen, Redebeiträge vorab zu prüfen.

fs

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