Volltextsuche über das Angebot:

13 ° / 10 ° Regen

Navigation:
Google+
Nossener Brücke muss neu gebaut werden

Nossener Brücke muss neu gebaut werden

Dresden bekommt eine neue Brücke. Besser gesagt, eine vorhandene Brücke wird durch einen Neubau ersetzt. Eigentlich sind es sogar vier Brücken, um die es geht.

Von Thomas Baumann-Hartwig

Das alles klingt verwirrend, ist es aber nicht: Der gemeinhin unter dem Namen "Nossener Brücke" bekannte Verkehrszug muss erneuert werden.

Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) planen eine Straßenbahnstrecke von Löbtau bis zum Großen Garten, die über die Nossener Brücke führen soll. Weil die Brücke aber nicht für Straßenbahnlasten ausgelegt ist, muss sie neu gebaut werden. Die Neubaupläne sind gar nicht mal so ferne Zukunftsmusik: "Im Korridor von den nächsten drei Jahren wollen wir anfangen", sagte DVB-Sprecher Falk Lösch auf DNN-Anfrage.

Reinhard Koettnitz, Leiter des städtischen Straßen- und Tiefbauamtes, weiß von den Plänen. "Unsere Zeitachse wäre eigentlich davon ausgegangen, dass die Brücke gegen Ende des Jahrzehnts generalsaniert wird, weil sie allmählich Verschleißerscheinungen zeigt. Aber die DVB überholen diesen Zeitplan."

Der Neubau der Nossener Brücke sei nicht ganz so einfach zu steuern, so Koettnitz. "Schließlich geht es da auch um eine Eisenbahnüberquerung. Das bringt Probleme mit sich." Eine Alternative zum Neubau gebe es aber nicht: "Wir können ja nicht einfach Stahlträger unter die Brücke schweißen."

In der Stadtverwaltung mache man sich gegenwärtig strategische Gedanken und treibe die Vorplanungen voran. So soll die Straßenbahn einen eigenen Gleiskörper erhalten, an den zwei Fahrspuren pro Richtung werde sich nichts ändern. Die Zeitpläne der DVB bezeichnete Koettnitz als "sportlich". Vieles sei von den Fördermitteln abhängig, aber die Stadt werde auch Eigenmittel einsetzen müssen. "Die müssen in den Haushalt eingestellt werden."

Problematisch sei auch die Frage der Verkehrsführung während des Baus, die Nossener Brücke sei als Westumfahrung nahezu alternativlos. "Wahrscheinlich wird eine Fahrtrichtung gebaut und auf der anderen Fahrbahn der Verkehr in beiden Richtungen einspurig geführt", so der Amtsleiter. Zu den Kosten könne er sich noch nicht äußern. Die Verkehrsbetriebe gehen davon aus, dass die neue Trasse zwischen dem Dreikaiserhof in Löbtau und dem Großen Garten rund 98 Millionen Euro kosten wird. Darin sind auch anteilig Kosten für die Nossener Brücke enthalten.

Laut Lösch wurden die Trassenpläne vom Sächsischen Wirtschaftsministerium an das Bundeswirtschaftsministerium weitergeleitet, weil der Bund den Löwenanteil an den Baukosten trägt. Die neue Straßenbahnlinie soll die Buslinie 61 entlasten, die besonders im Bereich der Technischen Universität mehr als hervorragend ausgelastet ist.

Die Nossener Brücke wurde 1964 als "Brücke der Jugend" für den Verkehr freigegeben. Nach 1990 wurde sie um das Teilstück bis zum Emerich-Ambros-Ufer verlängert. Dieser neue Bereich heißt eigentlich Löbtauer Brücke, im Sprachgebrauch hat sich der Begriff aber nicht durchgesetzt.

Die Nossener Brücke besteht genau genommen aus vier Teilbrücken. Die erste davon führt über die Zwickauer Straße, die zweite weiter über die Bahngleise, die dritte über die Fabrikstraße und die vierte über die Oederaner Straße.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.09.2011

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
24.09.2017 - 17:05 Uhr

Trotz seines Dreierpacks beim Auswärtsspiel in Darmstadt konnte Dynamos Mittelfeldmann am Ende nicht zufrieden sein.

mehr
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.