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Noch eine kleine Französin für Diko - Zoo holt bis Sommer weitere Giraffe nach Dresden

Noch eine kleine Französin für Diko - Zoo holt bis Sommer weitere Giraffe nach Dresden

Karl-Heinz Ukena: Nein, Tessa ist mit ihren vier Jahren einfach noch zu jung. Es wird mit Sicherheit ein Jahr dauern, bis sie trächtig werden kann. Der sechsjährige Diko hingegen hat das Alter jetzt.

Frage: Wie geht es dem Giraffenbullen Diko und seiner Partnerin Tessa? Kündigt sich Nachwuchs an?

Damit die Sache für Tessa nicht zu stressig wird, wollen wir für den Bullen bis Sommer ein weiteres, älteres Weibchen nach Dresden holen. So viel steht schon fest: Es wird erneut eine Französin sein, eine Kordofan-Giraffe mit unregelmäßigen Feldern auf dem sandfarbenen Fell wie Tessa und Diko auch. Bis ein Giraffenbaby in Sicht ist, dauert es dann noch einmal 15 Monate.

Löwin Layla und ihr Partner Jago haben 2012 ein Zwillingspärchen bekommen. Wird es weitere Löwenbabys geben?

Nein. Wir haben Jago im vergangenen Jahr kastrieren lassen, damit er nicht seine eigene Tochter deckt. Den Löwenjungen Damien wollen wir noch in diesem Jahr an einen anderen Zoo abgeben. Er würde sonst zum Konkurrenten für seinen Vater. Wir wollen künftig Layla, Jago und Damiens Zwillingsschwester Abaja in der Schauanlage zeigen. In die Zucht einsteigen möchten wir nicht. Irgendwann würden wir Schwierigkeiten bekommen, die Jungen abzugeben. Zu viele Zoos in Europa zeigen Löwen.

Früher oder später heißt es auch für Dodi und Duran, die beiden Orang-Utan-Jungen, Abschied nehmen von Dresden. Wann genau wird das sein?

Auch darum müssen wir uns in diesem Jahr kümmern. Im Moment gibt es noch keinen Ärger in den beiden Gruppen. Der vierjährige Dodi lebt ja mit Mutter Daisy und Vater Toni zusammen, der etwas jüngere Duran mit Mutter Djudi. An welchen Zoo wir unsere beiden Äffchen abgeben, steht noch nicht fest.

Wie geht es den Erdmännchen?

Prima. Die fühlen sich wohl auf ihrer neuen Anlage. Vier erwachsene Tiere und drei Junge leben jetzt dort.

Haben Sie eine Nachricht von Elefant Thabo?

Er hatte ja eine seltene Auto-Immunkrankheit. Wir haben eine E-Mail aus dem Zoo Pittsburgh bekommen, dass es ihm wieder besser geht.

Gedeihen die neuen Pinguine?

Nach dem rätselhaften Massensterben unserer Pinguine haben wir im Sommer 16 neue Tiere aus Magdeburg und Pilzen bekommen. 13 von ihnen leben noch. Der Verlust von drei Tieren ist normal, sagt auch Zootierarzt Dimitri Widmer.

Welche Bauvorhaben stehen in diesem Jahr an?

Im Frühjahr geht es los mit dem Interimsbau für die Elefanten auf dem Gelände des alten Raubtierhauses, das ja bereits abgerissen ist. Ein halbes Jahr wird es dauern, bis die eine Million Euro teure Fertigteilhalle steht. Mogli, Drumbo und Sawu werden bekanntlich dort unterkommen, bis das marode Afrikahaus saniert ist. Im April oder Mai soll dann eine Vorlage für den Stadtrat fertig sein, der über Umbau und Erweiterung des Afrikahauses entscheidet. Die Sanierung wird fünf Millionen Euro kosten. 2,8 Millionen Euro davon haben wir schon angespart über die Jahre.

Wann soll es mit dem Umbau losgehen?

Im Herbst, hoffe ich. Nach dem schweren Unfall mit Thabo vor knapp vier Jahren wollen wir auf geschützten Kontakt zu den Elefanten umstellen. Drinnen im Haus bekommen die Elefanten mehr Platz. Das Gebäude wird erweitert, die Innenboxen sollen ein ganzes Stück zurückgesetzt, also auf den jetzigen Außenbereich verlegt werden.

Bedeutet das, dass im umgebauten Afrikahaus auch ein Bulle gehalten werden kann?

Ja, zeitweilig. Wir wollen uns für ein halbes Jahr einen Bullen aus einem anderen deutschen Zoo holen. Der könnte dann unsere drei Kühe decken und uns anschließend wieder verlassen. Unabhängig davon wollen wir nach wie vor den Zoo Richtung Bürgerwiese erweitern. Wir nehmen aber auch wahr, dass es Widerstände vor allem von Seiten des Denkmalschutzes gibt.

Welche Bauten stehen noch an?

Ein Winterquartier für unsere Pelikane. Das kostet um die 80 000 Euro und wird über den Zoofreunde-Verein finanziert. Und wir werden ein neues, für die Besucher einsehbares Haus für unsere beiden Riesenschildkröten Hugo I und Hugo II bauen. Auch dafür haben die Zoofreunde gesammelt.

Wieviele Besucher haben sich denn im vergangenen Jahr an der Tiergartenstraße umgeschaut?

726 000. Das sind 14 000 weniger als im Jahr zuvor. Man muss aber dazu sagen, dass wir 2013 erstens einen sehr langen Winter und zweitens die Flut im Juni hatten.

Gespräch: Katrin Richter

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 03.01.2014

Katrin Richter

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