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Nobelpreisträger Edvard Moser redet vor 1500 Studenten an der TU Dresden

Das Navi im Gehirn Nobelpreisträger Edvard Moser redet vor 1500 Studenten an der TU Dresden

Rund 1500 Studenten haben am Mittwochabend mit Spannung verfolgt, was der norwegische Nobelpreisträger Edvard Moser über seine Hirnforschungen zu berichten hat. Weil das Hörsaalzentrum der TU Dresden nur 950 Plätze bietet, musste eine Übertragung in einen benachbarten Hörsaal organisiert werden.

Wie kommen Menschen von A nach B? Der schwedische Medizinnobelpreisträger Edvard Moser hat die dafür im Hirn zuständigen Gitterzellen entdeckt und am Mittwochabend vor Studenten in Dresden darüber einen Vortrag gehalten.
 

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden.  Wie kommen Menschen von A nach B? Welche Zellen im Hirn sind für die Orientierung im Raum zuständig? Dieses bei Mensch und Tier funktionierende Koordinatensystem ist Forschungsgegenstand der Norweger Edvard und May-Britt Moser. Für ihre Entdeckungen erhielten sie gemeinsam mit dem in den USA geborenen Briten John O’Keeve 2014 den Medizinnobelpreis. Am Mittwoch nun beehrte der weltweit gefragte Edvard Moser die sächsische Landeshauptstadt. Für ihre Reihe „Nobelpreisträger zu Gast an der TU Dresden“ war es dem Dekan der Fachrichtung Mathematik/Naturwissenschaften, Professor Clemens Kirschbaum, gelungen, den smarten Schweden an die Elbe zu locken.

Kirschbaum hatte Moser 1999 in Trondheim kennengelernt, wo der Schwede das Uni-Institut für Systemneurowissenschaften leitet. „Weil ich mit dem Namen auf der Einladung etwas anfangen konnte, hab ich überhaupt genauer hingeschaut“, erklärte Moser, wie es dazu kam, dass er am Mittwochabend vor fast 1500 Dresdner Studenten seinen Vortrag „The GPS of the brain: Grid cells and the neural map of space“ hielt. Denn Einladungen kämen immerzu bei ihm an.

 Dresden aber sei eines der wichtigsten Wissenschaftszentren in Deutschland, begründete der studierte Psychologe Moser vor Beginn der Vorlesung sein Kommen, er sehe hier enormes Entwicklungspotenzial vor allem wegen der fächerübergreifenden Forschung. „Vor 25 Jahren, als ich mit meinen Untersuchungen begann, waren Psychologie und Physiologie noch komplett getrennte Bereiche. Heute gehen sie ineinander auf, und gerade hier in Dresden ist man da auf einem wirklich guten Weg“, erklärte der Wissenschaftler. Und: „Ich finde es auch wichtig, etwas für die nächste Generation zu tun.“

Die Arbeit der Eheleute Edvard und May-Britt Moser gipfelte in der Entdeckung von sogenannten Gitterzellen, die im Zusammenspiel mit weiteren Zellen das „GPS-System“ im menschlichen Gehirn bilden. „Die ermöglichen es uns, im Raum zu navigieren und uns auch an einmal gegangene Wege zu erinnern“, erklärte Moser anschaulich, was sich in unserm Innern abspielt. Allerdings übt er sich in Bescheidenheit: „Es wäre toll, wenn wir genau wüssten, was sich da im Kopf genau abspielt. Bis jetzt sehen wir nur die Spitze des Eisbergs“.

Von Barbara Stock

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