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Nieder mit dem Hotel am Terrassenufer: Stadt will Eigentümer verklagen

Nieder mit dem Hotel am Terrassenufer: Stadt will Eigentümer verklagen

Schon Oberbürgermeister Ingolf Roßberg (FDP) hat sich die Zähne an diesem Klotz ausgebissen: Das Hotel am Terrassenufer verschandelt die Altstadtsilhouette. Längst sollte es abgerissen werden, um einer maßstäblicheren Bebauung zu weichen.

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Ein kantiger Dorn im Auge: Das klotzige Hotel am Terrassenufer (hinten links) passt nicht in die berühmte barocke Silhouette der Stadt Dresden. Die Verwaltung will den DDR-Zweckbau endlich abreißen. Der Bauausschuss gab gestern grünes Licht für einen Prozess gegen den Eigentümer.

Quelle: Dietrich Flechtner

Doch bislang gelang es dem Eigentümer Max Trapp immer wieder, sich dem städtischen Zugriff zu entziehen. Gestern nun gab der Bauausschuss mit großer Mehrheit bei nur einer Gegenstimme grünes Licht: Trapp wird jetzt der Prozess gemacht.

1993 hatte Trapp das Hochhaus gekauft, die Nutzung war auf zehn Jahre befristet. Allerdings gab es eine Verlängerungsoption im Kaufvertrag, die Trapp auch zog. Er durfte das Hotel fünf Jahre länger betreiben, hätte aber 2008 schließen müssen. Doch seiner Ansicht nach hat die Stadt vor Gericht keine Aussicht auf Erfolg.

Entsprechende Bedenken wurden auch gestern im Bauausschuss in nicht-öffentlicher Sitzung geäußert. Es habe in der Tat notarielle Fehler beim Zustandekommen des Kaufvertrages gegeben. Doch das heiße nicht, dass ein Prozess aussichtslos sei - im Gegenteil. Offiziell wollte sich die Stadtspitze dazu aber nicht äußern.

Das Ansinnen von Trapp ist klar: Er möchte in bester Lage mit seinem Vier-Sterne-Hotel weiter Geld verdienen. Schließlich habe er rund 20 Millionen Euro investiert. Diese Investition will er wieder reinholen. Die Stadt hat hingegen seit langem andere Pläne. Das Hochhaus am Terrassenufer 14 wurde bereits 2005 abgerissen. Auch das Nachbarhaus soll folgen, damit der Blick von der Brühlschen Terrasse auf das Waldschlößchen sowie umgekehrt von Oberloschwitz auf das Stadtzentrum nicht länger gestört wird. Ralf Redemund

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.11.2011

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