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Neustädter Filmgalerie Phase IV schließt Ende März

Schluss nach zehn Jahren Neustädter Filmgalerie Phase IV schließt Ende März

Genau zehn Jahre und zwei Monate nach der Eröffnung wird die Filmgalerie Phase IV auf der Königsbrücker Straße 54 am 31. März schließen. Diese Hiobsbotschaft für anspruchsvolle Dresdner Heimkinofreunde erklärte Inhaber Sven Voigt am Freitag den DNN.

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Sven Voigt schließt die Filmgalerie Phase IV in der Neustadt

Quelle: Carola Fritzsche (Archiv)

Dresden. Genau zehn Jahre und zwei Monate nach der Eröffnung wird die Filmgalerie Phase IV auf der Königsbrücker Straße 54 am 31. März schließen. Diese Hiobsbotschaft für anspruchsvolle Dresdner Heimkinofreunde erklärte Inhaber Sven Voigt am Freitag den Dresdner Neuesten Nachrichten. Sein Vermieter und die acht Mitarbeiter wissen Bescheid, der Entschluss sei nach reichlicher Überlegung gefallen, betont Voigt.

Der Freiburger des Jahrgangs 1974, der eigens für die Gründung vor elf Jahren von Leipzig nach Dresden zog, nennt auch den Grund fürs Unhappy End: Es bleibe für ihn und seine Familie einfach nicht mehr genug zum Leben. „Schon die letzten beiden Jahre habe ich es nur noch aus Liebe zum Job gemacht“, erläutert er.

Als Hauptgrund sieht er die Streamingdienste: Jeder der großen weltweiten Medienkonzerne hat mittlerweile ein eigenes Angebot. Der Markt hat noch Wachstumspotential, der Kuchen wird durch Rabatt- wie Aboschlachten gerade verteilt. Doch die legalen Angebote sind nicht das Problem, meint Voigt, weil sie nur fünf Prozent der wertvollsten Filme anbieten. An seinem Umsatzrückgang tragen vor allem illegale Download- oder Streamingdienste Schuld – also Leute, die meinen, alles ins Netz stellen und von dort kostenlos haben zu müssen.

Doch zuvor wird gefeiert: Die zehnte Geburtstagsparty am 30. Januar – genau zehn Jahre nach der Einzugsparty im schicken Laden – findet wie geplant ab 21 Uhr in der Scheune statt: „Für Tränen ist es zu früh – auf unserer zehnten Party wird es sicher wieder voll und wie immer bis früh um fünf wie wild getanzt, die Melancholie kommt sicher erst danach“, zeigt sich Voigt sicher. Ein Rückzug vom Rückzug – in der Filmgeschichte gar nicht so selten – verhindert nur ein Wunder. „Wenn ein Mäzen käme und die Deckungslücke auf Dauer schließen mag, dann bin ich natürlich sofort gesprächsbereit!“ Allerdings müsste er selbst seine Sammlung von über 12.000 Medien, die meisten davon auf DVD, kuratieren dürfen.

Andreas Herrmann

Mehr dazu lesen Sie in der gedruckten Ausgabe der DNN vom 16./17. Januar!

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Scheune
Nach einer Stunde Partysongtrommelei in der Maria-König-Kapelle verkündet Sven Voigt (M.) auf der Zehn-Jahres-Party in der Dresdner Scheune die leichte Hoffnung auf eine elfte.

Eigentlich war das Ende schon beschlossen: Dresdens Filmgalerie Phase IV stand vor dem Aus. Doch nun könnte sich das Blatt noch wenden – wenn über Crowdfunding bis Ende Februar 29 000 Euro zusammenkommen.

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